Hochwasser-Gefahr in Niedersachsen: Tauwetter bringt Flüsse zum Überlaufen!
In Niedersachsen steigen die Wasserstände aufgrund von Tauwetter. Warnungen vor Hochwasser betreffen mehrere Regionen.

Hochwasser-Gefahr in Niedersachsen: Tauwetter bringt Flüsse zum Überlaufen!
In Niedersachsen gibt es derzeit einen klaren Warnhinweis: Wegen des Tauwetters steigen die Wasserstände in vielen Gebieten stark an. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) warnt eindringlich vor Hochwasser. Betroffen sind insbesondere die Flüsse Schwinge, Aue und Lune, wo die erste und zweite Meldestufe bereits überschritten wurden. Das bedeutet, dass landwirtschaftliche Flächen unter Wasser zu stehen drohen.
Aktuell liegt in vielen niedersächsischen Regionen, besonders im Harz, dahingehend eine beträchtliche Schneedecke, die jetzt schmilzt. Bis zu 40 cm Schnee wurden dort gemessen, was zusätzlich zur Situation beiträgt. Die Niederschläge der letzten Tage und die milderen Temperaturen haben das Risiko von Überschwemmungen erhöht, vor allem im Norden und Südosten des Bundeslandes.
Aktuelle Lage und Auswirkungen
Durch die überfrierende Nässe kam es am Mittwochabend und in der Nacht zu Donnerstag zu rutschigen Straßen, was bereits einige Unfälle nach sich zog. Die herausfordernde Situation wird verstärkt, da rund drei Prozent der Landesfläche Niedersachsens als Hochwasser-Risikogebiet gelten. Besonders im Landkreis Celle ist die Lage angespannt.
In den kommenden Tagen ist mit weiterhin steigenden Wasserständen zu rechnen. Das Hochwasseranfällige Gebiet umfasst etwa 72% der niedersächsischen Fläche, was sich auch in den Vorhersagen der Hochwasservorhersagezentrale (HWVZ) widerspiegelt. Diese mittlerweile seit 2009 bestehende Einrichtung bietet nicht nur genaue Wasserstandsprognosen, sondern auch wichtige Informationen über die Hochwassersituation zur schnellen Einleitung von Abwehrmaßnahmen.
Funktion der Hochwasservorhersagezentrale
Die HWVZ hat die Aufgabe, Abfluss- und Wasserstandsvorhersagen für Flusspegel zu erstellen. Diese Informationen erreichen nicht nur Landkreise und Kommunen, sondern werden auch über relevante Apps wie NINA und KATWARN verbreitet. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, einschließlich des Deutschen Wetterdienstes, ist für die präzise Datenbeschaffung unerlässlich.
Obgleich die Vorhersagen für wenige Tage im Voraus genau sein können, wird darauf hingewiesen, dass es mit zunehmender Zeitspanne auch an Unsicherheit fehlt. Die HWVZ aktualisiert regelmäßig Warnlageberichte und Wasserstandsvorhersagen, um ein Frühwarnsystem für Hochwasser zu gewährleisten.
Die Situation in Niedersachsen bleibt dynamisch. Während das Tauwetter voranschreitet, müssen Anwohner, Landwirte und alle Betroffenen wachsam bleiben. Ein gutes Händchen beim Umgang mit den überraschenden Wettereinflüssen ist jetzt gefordert.