Erster Christopher Street Day in Northeim: 300 Menschen für Vielfalt!
Am 2.11.2025 fand in Northeim der erste Christopher Street Day statt, mit über 300 Teilnehmenden für Vielfalt und Toleranz.

Erster Christopher Street Day in Northeim: 300 Menschen für Vielfalt!
Heute, am 2. November 2025, feierte die Stadt Northeim den ersten queeren Christopher-Street-Day (CSD), der mit einem bunten und lebhaften Programm aufwartete. Rund 300 Menschen kamen zusammen, um für eine Gesellschaft einzustehen, die Vielfalt und Toleranz zelebriert. Damit übertrafen sie die ursprünglich angemeldeten 150 Teilnehmer*innen bei weitem. Gruppen wie „Omas gegen Rechts“ und „Moringen bleibt wach“ fanden sich unter den engagierten Mitstreitern, die ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollten.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Themen Liebe, Vielfalt und Gerechtigkeit. Veranstalterin Emma unterstrich während ihrer Rede die Relevanz dieser Werte in einer Gesellschaft, die oft von Vorurteilen und Angstszenarien geprägt ist. Besonders die Warnungen vor Rechtsextremismus, die während der Kundgebung am Bahnhof und auf dem Münsterplatz ausgesprochen wurden, verliehen dem Event zusätzlichen Nachdruck. Der Druck, sich als queere Gemeinschaft zu behaupten, blieb spürbar, wie Berichte über Diskriminierung und Angst vor Übergriffen auf der Straße zeigten.
Ein Fest für die Vielfalt
Die Demo nahm ihren Lauf vom Bahnhof bis zum Münsterplatz, wo die Stimmung fröhlich und ausgelassen war. Viele Teilnehmende trugen stolz Regenbogenflaggen und sangen Protestlieder, darunter „The day the Nazi died“, vorgetragen vom Göttinger Chor Kollektiv. Die musikalische Untermalung und die fröhlichen Gesichter der Teilnehmer*innen trugen zur positiven Atmosphäre bei, die den Platz erfüllte.
Ein besonderes Highlight war der Auftritt einer Dragqueen und eine beeindruckende Luftakrobatik-Nummer des Zirkusses „Queer Motion“, die viel Applaus ernteten. Diese Darbietungen zeigten eindrucksvoll, wie Kunst und Aktivismus Hand in Hand gehen können, um Sichtbarkeit und Akzeptanz für die queere Community zu schaffen. Der Abschluss der Demo fand dann mit einem bewegenden Auftritt einer queeren Liedermacherin vor der Jugendherberge seinen Höhepunkt und hinterließ einen bleibenden Eindruck bei allen Anwesenden.
Der erste CSD in Northeim war nicht nur eine Demonstration für Gleichberechtigung, sondern auch ein Fest der Begegnung und des Austauschs. Mit solch einer starken Resonanz am ersten CSD hat die Stadt Northeim gezeigt, dass sie bereit ist, ein kreatives and inklusives Zeichen für Vielfalt zu setzen, und da scheint es, als würde es nicht das letzte Event dieser Art gewesen sein.