Tarifkonflikt bei PowerCo: IG Metall fordert Beschäftigungssicherung!
In Salzgitter eskalieren die Tarifverhandlungen zwischen der IG Metall und VW-Tochter PowerCo, zentraler Punkt ist die Beschäftigungssicherung.

Tarifkonflikt bei PowerCo: IG Metall fordert Beschäftigungssicherung!
Die Tarifverhandlungen zwischen der IG Metall und der Volkswagen-Tochter PowerCo stecken in einer tiefen Krise. Nach acht intensiven Gesprächsrunden hat die IG Metall die Geduld verloren und fürchtet eine Eskalation des Konflikts. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen die Beschäftigungssicherung und die Zukunft der mehr als 130.000 Mitarbeiter, die in den verschiedenen Standorten von Volkswagen beschäftigt sind. Besonders brisant: Der Standort Salzgitter, der als Herzstück der Batteriesparte und der E-Mobilitätsstrategie von VW gilt, ist von den Verhandlungen stark betroffen. Während IG Metall klare Zusagen zur Beschäftigung sichern möchte, zeigt sich Volkswagen blockierend. So berichtet news38.de, dass die ursprünglich von der Gewerkschaft geforderte Entgelterhöhung von sieben Prozent im Raum steht, jedoch die Gespräche von VW nicht entsprechend vorangetrieben werden.
In den letzten Runden haben die Verhandlungsführerin Alina Roß und Betriebsratsvorsitzender Björn Harmening vehement auf die Notwendigkeit von Sicherheit für die Beschäftigten hingewiesen. Roß kritisiert die Blockadehaltung von VW und mahnt die strategische Bedeutung von PowerCo an, vor allem im Hinblick auf die industrielle Zukunft Deutschlands. Der Betriebsratschef Harmening betont, dass die Zukunft des Konzerns untrennbar mit den Beschäftigten verbunden ist. Einmal mehr wird deutlich, dass die Beschäftigungssicherung als Rückgrat eines möglichen Zukunftsvertrags angesehen wird.
Eskalation der Verhandlungen
Die Verhandlungen haben sich zugespitzt, wie n-ag.de ausführlich beschreibt. So möchte Volkswagen eine Lohnkürzung von 10 Prozent durchsetzen, die von der IG Metall als inakzeptabel abgelehnt wurde. Dies führt zu einem angespannten Klima im Werk und belastet die Beziehung zwischen der Geschäftsführung und den Beschäftigten. Bereits seit Beginn der Verhandlungen kam es zu Warnstreiks, an denen teilweise bis zu 100.000 Mitarbeiter teilnahmen. IG Metall hat nun auch mit der Ausweitung des Arbeitskampfs gedroht, sollte VW nicht von seiner Blockadehaltung abweichen.
Bisherige Eckpunkte aus den Verhandlungen seien seitens der Gewerkschaft für hinfällig erklärt worden. Dies zeigt nicht nur die Frustration, sondern auch den dringenden Handlungsbedarf, den die IG Metall erkannt hat. „Es geht um mehr als nur Geld“, betont Alina Roß. Die Forderung nach einer verbindlichen Beschäftigungssicherung steht im Vordergrund. Die IG Metall fordert nicht nur Stabilität für die gegenwärtigen Mitarbeiter, sondern auch den Erhalt aller Standorte, was der Zukunft des Unternehmens und der Industrie insgesamt zugutekommt.
Der Stand der Verhandlungen bleibt ungewiss. Es bleibt abzuwarten, ob Volkswagen die notwendige Einsicht zeigen kann, um das Vertrauen der Beschäftigten zurückzugewinnen. Eines ist jedoch klar: Die Automobilindustrie befindet sich in einem Wandel, bei dem verantwortungsvolles Handeln und lokale Produktion entscheidend sind, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.