Echter Glücksfall: Benno-Brosche in Möllenbeck entdeckt!

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Ein Sondengänger entdeckte die wertvolle Benno-Brosche aus dem 11. Jahrhundert in Möllenbeck, Schaumburg, und wird sie im Museum ausstellen.

Ein Sondengänger entdeckte die wertvolle Benno-Brosche aus dem 11. Jahrhundert in Möllenbeck, Schaumburg, und wird sie im Museum ausstellen.
Ein Sondengänger entdeckte die wertvolle Benno-Brosche aus dem 11. Jahrhundert in Möllenbeck, Schaumburg, und wird sie im Museum ausstellen.

Echter Glücksfall: Benno-Brosche in Möllenbeck entdeckt!

In Möllenbeck, einem kleinen, aber geschichtsträchtigen Ort im Weserraum, gab es vor Kurzem einen erfreulichen Glücksgriff. Der Sondengänger Willi Köster aus Ahnsen stieß bei seinen Erkundungen auf eine bemerkenswerte Münzfibel, die als „Benno-Brosche“ bekannt ist. Dieser aufregende Fund wurde am 27. September gemacht und ist nicht nur ein Hinweis auf die reiche Geschichte der Region, sondern auch auf die bedeutende kulturhistorische Vergangenheit von Möllenbeck selbst. So berichtet SZLZ.

Möllenbeck kann auf eine lange Siedlungsgeschichte zurückblicken, die im Jahr 896 beginnt. Damals wurden hier die ersten Klosteranlagen errichtet. Aus dieser Zeit stammen auch zwei erhaltene ottonische Rundtürme aus dem frühen 10. Jahrhundert. Leider wurde die Siedlung Ottbergen, die im 11. Jahrhundert mit einer Kirche ausgestattet war, um 1350 aufgegeben, möglicherweise infolge der verheerenden „Magdalenen-Hochwasser“ 1342. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich immer wieder interessierte Sondengänger mit Genehmigungen auf die Suche nach historischen Fundstücken begeben.

Ein Schatz aus dem Mittelalter

Die Benno-Brosche, die Wilfred Köster entdeckte, ist nicht nur daumennagelgroß, sondern größtenteils aus Messing gefertigt und vergoldet. Die Inschrift „Benno me fecit“, die um das Porträt von Kaiser Heinrich III. zu finden ist, spricht für das historische Gewicht dieser Schnalle. Laut Academia sind weltweit nur noch weniger als 40 Stück dieser Art entdeckt worden, und die Benno-Brosche aus Möllenbeck stellt den dritten Fund dieser Art in der Region dar.

Daniel Lau, Kommunalarchäologe, bezeichnet die Brosche als „herausragenden Fund“. Dieses Fundstück wird demnächst als Dauerleihgabe im lokalen Museum ausgestellt, was die Besichtigung dieses kleinen Kunstwerks noch spannender macht. Bereits vor vier Jahren kamen im Museum bedeutende Fundstücke wie ein goldener Ring und eine andere Benno-Brosche zur Schau, was zeigt, dass Möllenbecks Boden erstklassige archäologische Schätze birgt.

Fundberichte und wissenschaftliche Relevanz

Darüber hinaus gibt es umfassende Daten zu numismatischen Funden, die von der Numismatischen Kommission in Deutschland gesammelt werden. Diese Datenbank umfasst über 25.500 Münzkomplexe und fast 60.000 Einzelerfassungen von Fundmünzen und wird regelmäßig aktualisiert. So können interessierte Wissenschaftler und Laien auf eine Fülle von Informationen zurückgreifen, die nicht nur zur Erforschung von Fundorten und deren Kontext im Mittelalter beiträgt, sondern auch für die lokale Geschichte von Bedeutung ist. Mehr dazu erfährt man auf der Seite der Numismatischen Kommission.

Für die Sondengänger und Geschichtsliebhaber in der Region bedeutet der Fund der Benno-Brosche nicht nur eine Entdeckung, sondern auch die Bestätigung, dass Möllenbeck ein Ort mit reichem historischem Erbe bleibt. Es wird spannend sein zu sehen, wie weitere Untersuchungen und Ausstellungen das Interesse an der Geschichte dieses kleinen, aber wichtigen Teils der Weserrenaissance wieder anheizen werden.