Ungewöhnlicher Kurzfilm Treu eröffnet Sozialpsychiatrische Filmtage!
Wilhelmshaven feiert die Sozialpsychiatrischen Filmtage mit dem Kurzfilm „Treu“ am 21. Januar im UCI-Kino. Gespräche über Demenz.

Ungewöhnlicher Kurzfilm Treu eröffnet Sozialpsychiatrische Filmtage!
In Wilhelmshaven wird in Kürze die dritte Auflage der Sozialpsychiatrischen Filmtage eröffnet. Am Mittwoch, dem 21. Januar, steht der Kurzfilm „Treu“ auf dem Programm, der auf eindringliche Weise Themen wie Liebe, Missverständnisse und Demenz behandelt. Der 15-minütige Film beginnt spannend und hat die Zuschauer für sich gewonnen. Er erzählt die Geschichte einer Frau, die glaubt, in einer fremden Wohnung gefangen gehalten zu werden, und bietet dadurch einen emotionalen Zugang zu den Herausforderungen, die Demenz mit sich bringen kann. Die Filmpatin Rosemarie Groß von der Alzheimer-Gesellschaft Wilhelmshaven-Friesland möchte mit der Vorstellung des Films nicht nur unterhalten, sondern auch wichtige Gespräche anstoßen, insbesondere unter pflegenden Angehörigen.
Die Vorführung beginnt um 15 Uhr im UCI-Kino Wilhelmshaven. Zuschauer können sich auf anregende Diskussionen freuen, da neben den Hauptdarstellern Anthony Arndt und Stefan Engler auch Experten vor Ort sind. Ihre Anwesenheit soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Erlebniswelt von Menschen mit Demenz zu schärfen sowie die Bedeutung der Unterstützung für pflegende Angehörige zu betonen. Rosemarie Groß selbst hat persönliche Erfahrungen in der Pflege einer demenzkranken Angehörigen, da sie 17 Jahre ihre Mutter betreut hat.
Veranstaltungsreihe zur Aufklärung über Demenz
Die Sozialpsychiatrischen Filmtage werden vom Sozialpsychiatrischen Verbund Wilhelmshaven organisiert und setzen das Ziel, das Thema Demenz in den Mittelpunkt zu stellen. Geplant sind eine Reihe weiterer Filme, die in den kommenden Monaten gezeigt werden, darunter „Wie im Himmel“ am 25. Februar und „Love & Mercy“ am 25. März. Die Vielfalt der Filme soll verschiedene Perspektiven auf das Leben mit Demenz bieten und pflegenden Angehörigen helfen, die komplexen Herausforderungen zu bewältigen, vor denen sie oftmals stehen.
Ein lesenswerter Beitrag zum Thema ist auch das kürzlich veröffentlichte Fachbuch „Angehörige von Menschen mit Demenz: Forschungsergebnisse und Perspektiven“, das von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) herausgegeben wurde. Dieses Buch enthält 30 Kapitel von Experten, die sich intensiv mit der Lebenssituation von Angehörigen von Demenzkranken auseinandersetzen. Laut deutsche-alzheimer.de soll das Buch pflegenden Angehörigen helfen, indem es ihnen Anerkennung und Unterstützung bietet.
Wichtige Unterstützung und Hilfsangebote
Die Angehörigen von Menschen mit Demenz stehen oft vor enormen Herausforderungen und können leicht an ihre Grenzen stoßen. Eine frühzeitige Beratung zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten ist entscheidend. Die gesund.bund.de empfiehlt, dass Angehörige sich von Pflegestützpunkten und Pflegeberatungsstellen unterstützen lassen sollten. Diese Stellen bieten kostenlose, unabhängige Informationen zu Themen wie Pflegeversicherungen, Pflegediensten und Verhinderungspflege an. Auch Selbsthilfegruppen können für den Austausch und die Unterstützung von großer Bedeutung sein.
Für pflegende Angehörige, die Unterstützung benötigen, bietet die Alzheimer-Gesellschaft auch ein Alzheimer-Telefon, bei dem sie Fragen zu Demenz stellen können. Zudem fördern Beratungsdatenbanken den Zugang zu den notwendigen Informationsquellen, die in dieser schwierigen Lebenssituation dringend benötigt werden.
Durch Initiativen und Veranstaltungen wie die Sozialpsychiatrischen Filmtage wird die Wichtigkeit dieser Themen hervorgehoben. Sie fordern auf, das Bewusstsein für die Herausforderungen von Demenz und die Rolle der pflegenden Angehörigen zu schärfen und mehr in die Netzwerke zu investieren, die Unterstützung bieten.