Statistischen Bundesamt
Das Phänomen der verletzten und getöteten Radfahrenden zeigt zudem, dass die Pedelecfahrer überproportional betroffen sind. 68,8 % der getöteten Pedelec-Fahrer waren Senioren. Diese Zahlen dürften alarmierend sein, insbesondere für die immer populärer werdenden Elektrofahrräder, die gerade für ältere Menschen als komfortable Fortbewegungsart gelten.
Verkehrunfälle und deren Ursachen
Eine interessante Auffälligkeit bei den Unfällen ist, dass Radfahrende in vielen Fällen die Hauptschuld tragen. In 50,7 % der Unfälle mit Personenschaden war dies der Fall. Bei Kollisionen mit Fußgängern lag die Schuld in 57 % der Fälle bei den Radfahrenden. Im Gegensatz dazu hatten Radfahrende lediglich in 24,7 % der Unfälle mit Autofahrenden die Hauptschuld, was auf eine Möglichkeit hindeutet, dass gerade bei Begegnungen mit anderen Verkehrsteilnehmern besonders Vorsicht geboten ist.
Die steigende Unfallzahl und die damit verbundenen Todesfälle unterstreichen die Bedeutung einer sicheren Verkehrsinfrastruktur sowie von Sensibilisierungsmaßnahmen für alle Verkehrsteilnehmer. Die Entwicklung, dass immer mehr Menschen mit Pedelecs unterwegs sind, muss ebenso in der Verkehrspolitik Berücksichtigung finden.
Wie die aktuellen Zahlen belegen, ist die Verkehrssicherheit auf unseren Straßen ein zentrales Anliegen, das alle betrifft. Jeder einzelne Unfall, wie der tragische Fall des Kölner Pedelecfahrers, ist ein Weckruf für mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr.