Schock ein Jahr nach Einbruch: 3200 Schließfächer in Gelsenkirchen leer!
Einbruch in Gelsenkirchen: Über 3000 Schließfächer aufgebrochen, hoher Vermögensschaden – Polizei ermittelt intensiv.

Schock ein Jahr nach Einbruch: 3200 Schließfächer in Gelsenkirchen leer!
Ein spektakulärer Einbruch hat in Gelsenkirchen-Buer am Ende des vergangenen Jahres für Schlagzeilen gesorgt. Unbekannte Täter knackten mehr als 3.000 Schließfächer in einer Sparkassen-Filiale und verursachten einen vermuteten Schaden in zweistelliger Millionenhöhe. Die Polizei hat die Ermittlungen, die als einer der größten Kriminalfälle in Nordrhein-Westfalen gelten, aufgenommen und steht nun vor der Herausforderung, die gesamte Situation aufzuarbeiten. Laut Welt durchbrachen die Einbrecher mittels eines Kernbohrers eine Wand, um in den Tresorraum zu gelangen, wo sie zwischen 10:45 und 14:44 Uhr am 27. Dezember 2025 ihr Unwesen trieben.
Die Polizei hat bereits Videobilder von drei maskierten Tätern und zwei gestohlenen Fahrzeugen veröffentlicht. Innenminister Herbert Reul (CDU) informierte den Innenausschuss des Landtags über den Stand der Ermittlungen und betonte, dass es viele offene Fragen gäbe. Die SPD-Opposition kritisierte die späte Reaktion der Landesregierung und forderte eine Sondersitzung, während Reul erklärte, er habe zunächst geschwiegen, um keine falschen Informationen zu verbreiten.
Ermittlungen und Vernehmungen der Opfer
Die Vernehmung der über 3.000 betroffenen Kunden hat mittlerweile begonnen und wird voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen, wie ZDF berichtet. Die Polizei hat dafür Büroräume angemietet, um die umfangreichen Gespräche zu organisieren. Die Opfer sind angehalten, sich mit ihrer Schließfachnummer einen Termin zur Vernehmung zu vereinbaren und möglichst allein zu erscheinen. Zudem sollten sie Unterlagen oder Beweise zu den Gegenständen aus ihren Fächern mitbringen.
Eine zentrale Frage der Ermittlungen lautet, wie es den Tätern gelang, die Alarmanlage zu umgehen, ohne dass dieser Fehlalarm stattfand, der am 27. Dezember den Einbruch entdeckte. Die Polizei appelliert an alle Geschädigten, bei ihrer Aussage möglichst genaue Informationen zu ihren Schließfächern bereit zu halten.
Folgen für die Sparkasse und Sicherheitsvorkehrungen
Die Sparkasse sieht sich nun rechtlichen Schritten der betroffenen Kunden gegenüber, die mögliche Pflichtverletzungen seitens der Bank in Frage stellen. Michael Klotz, der Chef der Sparkasse, machte jedoch deutlich, dass die Sicherheitsmaßnahmen der Filiale dem anerkannten Stand der Technik entsprachen. Dies könnte für die Bank entscheidend sein, um aus der Affäre mit einem blauen Auge herauszukommen.
Die Brisanz des Falles wird nicht nur durch die Höhe des Vermögensschadens unterstrichen, sondern auch durch die Tatsache, dass die Kriminalität in Deutschland insgesamt zu beobachten ist. Nach Angaben des Bundeskriminalamts liegt die Anzahl der Raubüberfälle auf Geldinstitute in einem ansteigenden Trend. Eine umfassende Statistik kann auf Statista eingesehen werden, was die aktuelle Situation weiter veranschaulicht.