Kreis Olpe: Wirtschaft im Keller – Betriebe blicken besorgt in die Zukunft!
Im Kreis Olpe stagniert die Wirtschaft seit drei Jahren. Umfragen zeigen steigende Unsicherheit und schlechte Geschäftslage.

Kreis Olpe: Wirtschaft im Keller – Betriebe blicken besorgt in die Zukunft!
Im Kreis Olpe ist die wirtschaftliche Lage im Keller: Die jüngste Umfrage des Arbeitgeberverbandes zeigt eine alarmierende Verschlechterung der Geschäfts- und Auftragslage in der Region. Schaut man auf die Zahlen, wird deutlich, dass nur noch 7 % der Unternehmen die eigene Situation als gut einschätzen. Im Jahr 2024 waren es noch 12 %, während die Zahl der Unternehmen, die ein schlechtes Geschäft bewerten, von 48 % auf mittlerweile 57 % gestiegen ist. Solche Entwicklungen sind für die rund 11.500 Beschäftigten in den M+E-Betrieben im Kreis Olpe besorgniserregend, und das trotz der Tatsache, dass 84 % der Unternehmen ihre Ausbildungsplätze beibehalten möchten. Christopher Mennekes, der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes, äußert sich zu den sinkenden Erwartungen und fordert klare Reformen, um das Vertrauen in den deutschen Industriestandort zurückzugewinnen. Besondere Sorgen bereiten ihm die steigenden Energiepreise sowie angedrohte Strafzölle, die die Lage weiter destabilisieren könnten. Laut einer Analyse der KfW bleibt Deutschland von einer langanhaltenden Wachstumsschwäche betroffen, vor allem im verarbeitenden Gewerbe.
Die Situation zeigt sich nicht nur in der ausbleibenden Auftragseingängen, sondern auch in den steigenden Arbeitslosenzahlen. 64 % der Unternehmen haben Personal abgebaut oder Kurzarbeit genutzt, und viele befürchten, dass sich diese Tendenz auch in den kommenden Monaten fortsetzen wird. In diesem Zusammenhang wird ein dringender Handlungsbedarf bei der Energiepreisentwicklung und der Versorgungssicherheit deutlich. Die VDS fordert von der neuen Bundesregierung eine verlässliche Wirtschaftspolitik, um dem industriellen Mittelstand den Rücken zu stärken.
Herausforderungen für die Unternehmen
Die Rückgänge in der Auftragslage sind für den Mittelstand nicht nur ein Warnsignal, sondern auch ein Indiz für die tiefere Problematik, die die deutsche Wirtschaft plagt. Hohe Bürokratie, steigende Steuern sowie ein Mangel an Fachkräften bremsen das Wachstum. Laut der KfW-Studie hängt die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie unter anderem von der Stärkung des Innovationssystems ab. Solange der Fokus weiterhin auf den etablierten Sektoren liegt und nicht genügend Anreize für Start-ups und Venture Capital geschaffen werden, bleibt der Fortschritt begrenzt.
Besonders die produzierenden Unternehmen spüren den Druck aus dem Ausland. Der sogenannte „China-Schock“ und die Veränderungen in der Autoindustrie belasten die deutschen Betriebe zusätzlich. Rund 20 % der Unternehmen planen zwar, ihre Investitionen im Ausland auszuweiten, dennoch sind 42 % der Firmen dazu gezwungen, ihre Inlandsinvestitionen zu reduzieren.
Blick nach vorne
Der Abwärtstrend ist also klar zu erkennen, und auch wenn nur 14,3 % der Unternehmen auf eine Verbesserung in den nächsten sechs Monaten hoffen, bleibt der Handlungsdruck hoch. Die Berichterstattung und Analysen ermutigen die Unternehmen, die Ohren offen zu halten und sich aktiv an der Gestaltung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu beteiligen. Mit einem starken gemeinsamen Anstrengung kann der wirtschaftliche Aufschwung in der Region vielleicht doch nicht mehr in allzu weiter Ferne liegen.