500 Arbeitsplätze in Koblenz: ZF und IG Metall retten Jobs vorerst!
ZF in Koblenz plant bis 2030 den Abbau von über 500 Arbeitsplätzen. Eine Vorvereinbarung mit IG Metall soll Kündigungen verhindern.

500 Arbeitsplätze in Koblenz: ZF und IG Metall retten Jobs vorerst!
Die Situation um die Arbeitsplätze bei ZF in Koblenz bleibt angespannt, doch es gibt einen Lichtblick. Am 18. September 2025 machte Dr. Peter Holtmann während einer Informationsveranstaltung für die Beschäftigten die besorgniserregende Ankündigung eines Personalabbaus von über 500 Stellen bis zum Jahr 2030. Die Belegschaft zeigt jedoch großes Engagement und fordert ein starkes Bekenntnis zu Koblenz, während sie gleichzeitig um ihre Zukunft bangt. Wie tagesschau.de berichtet, ist eine Vorvereinbarung zwischen IG Metall, dem Betriebsrat und der Unternehmensführung in Kraft, die Kündigungen bis Mitte 2026 ausschließt.
Die Verhandlungen in der Region Koblenz haben die Rückendeckung der IG Metall, die sich aktiv für den Erhalt jedes einzelnen Arbeitsplatzes einsetzt. Das Unternehmen ZF hat die Vorvereinbarung zwar unterschrieben, doch es zieht nicht in Abrede, dass der Personalabbau aus betrieblicher Sicht unvermeidlich ist. Ein sozialverträglicher Abbau soll es den Mitarbeitenden ermöglichen, durch Abfindungen bei Jobwechseln oder Prämien für vorzeitige Rente ihre Situation abzufedern, so die Informationen der Gewerkschaft.
Herausforderungen für den Standort Koblenz
Die Sorgen der Angestellten sind nicht unbegründet. Der Betriebsrat hat tiefgreifende Bedenken geäußert, da insbesondere der Entwicklungsbereich von den Abbauplänen betroffen ist. Diese Maßnahmen könnten sich negativ auf die gesamte Arbeitsfähigkeit des Standorts auswirken. Erdal Tahta, der Betriebsratsvorsitzende, warnt, dass das Schicksal der Division U, in der rund 350 Menschen beschäftigt sind, die Existenz des Standorts bedrohen könnte. FIL, die am Standort beschäftigten Mitarbeiter, haben bereits einen Plan wie igmetall-bezirk-mitte.de berichtet, gefordert, dass sie nicht für Managementfehler bezahlen müssen.
Die IG Metall fordert von ZF ein umfassendes Konzept für alle deutschen Standorte, um die Sorgen der Beschäftigten zu adressieren und betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen. Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Koblenz, Ali Yener, hat klare Erwartungen formuliert: Ein verbindliches Bekenntnis zur Zukunft des Standorts muss her, um die Belegschaft zu beruhigen und Planungssicherheit zu geben.
Ein Blick über die Grenzen
Das Schicksal von ZF in Koblenz ist nicht ein Einzelfall. Auch bei anderen Unternehmen, wie EMAG, stehen viele Arbeitsplätze auf der Kippe. goeppingen-geislingen.igmetall.de zeigt, dass hier unter ähnlichem Druck Personalabbau betrieben wird, was die Arbeitsmarktbedingungen in der Region weiter belastet. Der schnelle und rücksichtlose Stellenabbau ohne ausreichende Unterstützung und Verhandlungen hat die IG Metall alarmiert, die faire Lösungen und soziale Sicherheit für alle Arbeiter einfordert.
Alles in allem ist die Situation für die Beschäftigten bei ZF in Koblenz alles andere als einfach. Im Moment gilt es, in der schwierigen wirtschaftlichen Lage zusammenzuhalten, und alle Beteiligten sind gefordert, um eine möglichst positive Lösung für die Zukunft zu finden. Bis Mitte 2026 bleibt die Hoffnung auf einen Erhalt der Arbeitsplätze vorerst bestehen, doch langfristig müssen klare Weichen für die Zukunft gestellt werden. Die kommenden Monate werden entscheidend sein!