Vogelgrippe im Südwesten: 16 Gänse tot – Was Tierhalter jetzt wissen müssen!
Im Rhein-Pfalz-Kreis wurde ein Fall von Vogelgrippe bestätigt. Tierhalter sollten besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Vogelgrippe im Südwesten: 16 Gänse tot – Was Tierhalter jetzt wissen müssen!
Die Sorgen um die Vogelgrippe steigen im südlichen Rheinland-Pfalz. Am 30. Oktober 2025 wurde ein Verdachtsfall auf aviaire Influenza im Landkreis Südliche Weinstraße bestätigt. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat das Influenza-A-Virus H5N1 in Proben aus einer privaten Hausgänsehaltung nachgewiesen, wo in der letzten Zeit 16 Hausgänse verendet sind. Zudem mussten vorsorglich fünf Hühner gekeult werden. Dieses Testergebnis wurde durch das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz bestätigt. Im Rhein-Pfalz-Kreis gab es ebenfalls einen bestätigten Fall mit einer verendeten Kanadagans.
Die Situation hat Konsequenzen für die gesamte Region. Die Landkreise Südliche Weinstraße, Rhein-Pfalz-Kreis, Bad Dürkheim und Germersheim bilden den Tierseuchenverbund Rheinpfalz. Die Verantwortlichen raten Tierhaltern dringend dazu, ihre Geflügelbestände abzusichern. Dazu gehört, den Kontakt mit Wildvögeln zu vermeiden und die Ausläufe abzudecken. Futter sollte so gelagert werden, dass es für Wildvögel nicht zugänglich ist, und nur Leitungswasser verwendet werden. Auch das Trennen von Straßen- und Stallkleidung sowie gründliches Händewaschen sind wichtige Maßnahmen.
Präventionsmaßnahmen für Tierhalter
Unter den Empfehlungen finden sich auch Hinweise, dass die Teilnahme an Geflügelschauen vermieden werden sollte. Die Öffentlichkeit wird aufgefordert, tote Wildvögel zu melden, den direkten Kontakt jedoch zu meiden. Hunde in Ufer- und Feuchtgebieten sollten angeleint werden, um eine Begegnung mit Wildvögeln zu verhindern. Für Menschen besteht keine direkte Gesundheitsgefahr, allerdings sollte der Kontakt mit erkrankten oder toten Tieren unbedingt vermieden werden.
Die Ämter in den betroffenen Landkreisen nehmen Meldungen über tote Wildvögel entgegen, um die Ausbreitung der Krankheit zu überwachen. Eine aktuelle Risikobewertung des FLI zeigt ein hohes Risiko für weitere Ausbrüche, sowohl bei Wildvögeln als auch in Geflügelhaltungen. Tierhaltungen mit Hühnern, Enten, Gänsen und anderen Geflügelarten müssen der Tierseuchenkasse Rheinland-Pfalz gemeldet werden. Eine einmalige Anzeige ist bei der zuständigen Kreisverwaltung erforderlich.
Tiergesundheit und Bio-Geflügelhaltung
In Zeiten wie diesen wird besonders deutlich, wie wichtig die Gesundheit von Tieren ist. In der biologischen Geflügelhaltung spielt sie eine entscheidende Rolle. Erfahrungen und Strategien zur Einhaltung höchster Standards in der Tierhaltung sind von zentraler Bedeutung, um das Wohlergehen der Tiere nicht nur zu gewährleisten, sondern auch sich entwickelnde Krankheiten frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Mit einem guten Händchen für das Tierwohl kann die Bio-Geflügelhaltung auch in schwierigen Zeiten stabil bleiben Bio-Austria.
Für die betroffenen Tierhalter ist jetzt schnelles Handeln gefragt. Die Verbreitung der Vogelgrippe muss eingedämmt werden, um nicht nur die Tiere, sondern auch die lokale Landwirtschaft zu schützen. Die Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen und den Tierhaltern ist dabei unerlässlich. Nur gemeinsam kann man die Herausforderung erfolgreich meistern.