Saarbrückerin kämpft gegen HIV: Die Gesundheit unserer Zukunft steht auf dem Spiel!
Yasmin Kahumuza, Saarbrückerin und Jugendbotschafterin, kämpft 2025 für globale Gesundheit und Entwicklungszusammenarbeit.

Saarbrückerin kämpft gegen HIV: Die Gesundheit unserer Zukunft steht auf dem Spiel!
Im Jahr 2025 hat sich eine bemerkenswerte junge Saarbrückerin, Yasmin Kahumuza, als Jugendbotschafterin für die Organisation One engagiert. Diese internationale, gemeinnützige Organisation setzt sich für Entwicklungszusammenarbeit und globale Gesundheit ein. Kahumuza, die nicht nur einen Friseurladen in Saarbrücken betreibt, sondern auch Lehramt studiert, ist die einzige Jugendbotschafterin im Saarland. Sie gehört zu über 50 Jugendbotschaftern weltweit, die aktiv politische Prozesse begleiten und wichtige Themen in die Öffentlichkeit tragen. Die Saarbrücker Zeitung berichtet, dass Kahumuza besonders motiviert ist, da ihre Mutter mit HIV lebt. Dies hat sie tief geprägt und unterstreicht den Wert eines funktionierenden Gesundheitssystems für eine gesunde Entwicklung.
„Gesundheit ist ein grundlegendes Menschenrecht“, so Kahumuza. Sie hebt hervor, dass trotz der Fortschritte bei HIV/Aids finanzielle Kürzungen die Erfolge gefährden. Es gibt alarmierende Warnungen von Experten, die auf eine mögliche Zunahme von HIV-Infektionen und damit verbundenen Todesfällen hinweisen, sollten keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. 2025 ist ein Jahr der Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit. Deutschland hat jedoch eine Milliarde Euro für die kommenden drei Jahre zugesagt, was allerdings 300 Millionen Euro weniger ist als zuvor. Die finanziellen Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit sinken seit Jahren, mit geplanten zehn Milliarden Euro für 2026.
Politische Aktivität und Anerkennung
Kahumuza hat ihre Stimme auch im Bundestag erhoben und über Haushaltsentscheidungen gesprochen sowie deren Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit Ländern des Globalen Südens thematisiert. Ihre persönlichen Erfahrungen fließen in ihre Botschaften ein, um die Dringlichkeit einer stabilen medizinischen Versorgung zu verdeutlichen. Umso schöner ist es, dass ihr Engagement kürzlich in einer Würdigung auf dem Cover des Magazins „ZEIT Campus“ sichtbar wurde. Gleichzeitig läuft aktuell die Bewerbungsphase für neue Jugendbotschafterinnen und -botschafter bei One.
Engagement für globale Gesundheit
Die Herausforderungen in der globalen Gesundheit, wie sie Kahumuza anprangert, sind auch ein zentrales Anliegen des Arbeitskreises Globale Gesundheit, wie auf gha.health zu lesen ist. Hier geht es darum, Synergien zu schaffen und als Mitgestalter der globalen Gesundheitsagenda zu fungieren. Bei hochrangigen Treffen mit politischen Entscheidungsträgern wird die neue Rolle der WHO in der globalen Gesundheitsarchitektur sowie die Strategie der neuen deutschen Regierung thematisiert.
Solche Initiativen sind seit Jahren gefordert, wenn man den Berichten des Aktionsbündnisses gegen AIDS Glauben schenken kann. Dies bekräftigte Presseportal.de in einem kürzlichen Aufruf, der eine Stärkung der Entwicklungszusammenarbeit und der globalen Gesundheit forderte, insbesondere vor dem Hintergrund der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD. Die Forderungen umfassen unter anderem einen fairen finanziellen Beitrag Deutschlands zur Bekämpfung von HIV, Tuberkulose und Malaria.
Die Bemühungen stehen unter dem Druck nationaler Egoismen, die eine Gefährdung der HIV-Therapie für 20 Millionen Menschen im globalen Süden riskieren. Es bleibt zu hoffen, dass das Engagement von Jugendlichen wie Yasmin Kahumuza und die Stimmen von Aktivisten und Fachleuten aus der Gesundheitswirtschaft dabei helfen, den Kurs der politischen Entscheidungen zum Positiven zu wenden.