Spendenaktion für Familie getöteten Polizisten in Völklingen gestartet

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Polizei im Saarland startet Spendenaktion für die Familie eines getöteten Polizisten nach tragischem Raubüberfall in Völklingen.

Polizei im Saarland startet Spendenaktion für die Familie eines getöteten Polizisten nach tragischem Raubüberfall in Völklingen.
Polizei im Saarland startet Spendenaktion für die Familie eines getöteten Polizisten nach tragischem Raubüberfall in Völklingen.

Spendenaktion für Familie getöteten Polizisten in Völklingen gestartet

In einem tragischen Vorfall in Völklingen wurde der 34-jährige Polizist Simon B. während der Verfolgung eines Raubüberfallverdächtigen erschossen. Mit einem schweren Herzen berichten die Polizeigewerkschaften im Saarland, dass für die Familie des tapferen Beamten eine Spendenkampagne gestartet wurde, die bereits nach kurzer Zeit bemerkenswerte Erfolge verzeichnet hat.

Simon B. hinterlässt eine Frau und zwei kleine Kinder. Gemeinsam mit seinen Kollegen verfolgte er einen Flüchtenden, als ihm die Dienstwaffe entrissen wurde, woraufhin der Täter mehrfach auf ihn schoss. Der bedrückende Vorfall geschah nach einem Raubüberfall auf eine Tankstelle. Simon fiel kurz darauf in einer Klinik dem tödlichen Angriff zum Opfer, und die Nachricht über seinen gewaltsamen Tod verbreitete sich wie ein Lauffeuer – Schock und Sprachlosigkeit erfassten die Polizeifamilie und die gesamte Gesellschaft.

Tolle Unterstützung für die Familie

Die Spendenaktion auf der Plattform GoFundMe, die mit dem Einverständnis von Simons Witwe ins Leben gerufen wurde, hat innerhalb von nur zwei Tagen über 170.000 Euro gesammelt. Der Immobilienberater Sebastian Klein initiiert die Kampagne, die nicht nur finanziellen Rückhalt bietet, sondern auch das große Mitgefühl der Gemeinschaft zeigt. Die Witwe des Polizisten zeigte sich „sehr dankbar“ für die großen Bemühungen und die Unterstützung, die der Familie in dieser schweren Zeit zuteilwurde.

Vor der gewerkschaftlichen Spendenaktion wurde bereits privat ein Betrag von fast 200.000 Euro für die Ehefrau gesammelt. Die private Sammlung wurde eingestellt, als die offizielle Aktion ins Leben gerufen wurde. Die Gewerkschaften BDK, DPolG und GdP betonen unisono, dass jede Spende der Familie helfen wird, eine sichere Zukunft aufzubauen. Das zeigt, dass die Gemeinschaft in schwierigen Zeiten zusammensteht und ein gutes Händchen hat, um Unterstützung zu bieten.

Politische und gesellschaftliche Anteilnahme

In einem weiteren Zeichen des Mitgefühls wird ein Kondolenzbuch in Saarbrücken ausgelegt, das am Montag eröffnet werden soll. Auch Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) wird sich als Erste eintragen. In dieser dunklen Zeit sind die politischen und gesellschaftlichen Reaktionen überwältigend, mit Anteilnahme von Persönlichkeiten wie Stephan Toscani, Jeanne Dillschneider und Alexander Dobrindt. Die Gesellschaft zeigt, dass sie hinter den Einsatzkräften steht und ihre Trauer teilt.

Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen noch: Der 18-Jährige, der die Tat beging, befindet sich ebenfalls verletzt im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft hat bereits ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schwerem Raub, Mord und zweifachem versuchten Mord eingeleitet, wobei das Mordmerkmal der Verdeckungsabsicht in Betracht kommt. Die Geschehnisse werfen erneut Fragen auf, die auch Organisationen beschäftigen, die sich gegen Polizeigewalt einsetzen, wie unter anderem die Internationale Liga für Menschenrechte oder Amnesty International, die sich mit Dokumentation und Unterstützung von Betroffenen auseinandersetzen.

In dieser schweren Zeit zeigen sich die Menschen im Saarland solidarisch. Unterstützen Sie die Familie von Simon B. und helfen Sie mit, damit die Gemeinschaft zusammenstehen kann. Jeder Beitrag zählt!