Insolvenzdrama im Krankenhaus Geesthacht: Bürgermeister kämpft um Zukunft!

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Insolvenz des Krankenhauses Geesthacht: Bürgermeister und Landtagsabgeordnete suchen Lösungen für die medizinische Versorgung der Region.

Insolvenz des Krankenhauses Geesthacht: Bürgermeister und Landtagsabgeordnete suchen Lösungen für die medizinische Versorgung der Region.
Insolvenz des Krankenhauses Geesthacht: Bürgermeister und Landtagsabgeordnete suchen Lösungen für die medizinische Versorgung der Region.

Insolvenzdrama im Krankenhaus Geesthacht: Bürgermeister kämpft um Zukunft!

Das Krankenhaus Geesthacht steht erneut vor einer schweren Krise. Am 28. Oktober 2025 hat das Amtsgericht Schwarzenbek ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet, was bereits die zweite Insolvenz binnen eines Jahres für die Einrichtung darstellt. Nach dem Verkauf an die CTP Unternehmensgruppe im Juli 2025, die das Krankenhaus unter dem Namen Vitalcampus Geesthacht führt, hatten sich die Hoffnungen auf eine positive Wende gehäuft. Doch stattdessen musste die Klinik seit Sommer ein monatliches Defizit von rund 600.000 Euro hinnehmen, was die Pläne zur Stabilisierung der medizinischen Versorgung in der Region stark gefährdet.

Die Verantwortung für den Betrieb des Krankenhauses liegt beim Investor Thomas Pötzsch. Bürgermeister Olaf Schulze (SPD) äußerte sich besorgt über die Situation und bezeichnete den Insolvenzantrag als „herben Schlag für die Region“. Er sucht gemeinsam mit Land und Investor nach Lösungen, um den Standort langfristig zu sichern. Am Mittwoch, den 6. November 2025, wird der Fall im Sozialausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtags zur Sprache kommen, wobei Landtagsabgeordnete Andrea Tschacher (CDU) die Bedeutung des Krankenhauses für die Region hervorhob und tragfähige Perspektiven vom Träger fordert. Oliver Brandt von Bündnis 90/Die Grünen kündigte an, Fragen an den Investor zur Zukunft der Gesundheitsversorgung zu stellen.

Handlungsbedarf heftig spürbar

Der Druck auf die Klinik ist enorm. Gerade die vorangegangene Insolvenz im Herbst 2024, die auch das Johanniter Medizinische Versorgungszentrum und die Klinik für Geriatrie betraf, brachte massive Umstrukturierungen mit sich. Ursprünglich war man von einem „schwarzen Null“ ausgegangen, doch die Realität zeigt ein anderes Bild, wie mehrere Umfragen einer Unternehmensberatung bestätigen. Pläne zur Leistungssteigerung um 15 Prozent konnten nicht erreicht werden und geplante Kooperationen blieben aus.

Das Insolvenzverfahren betrifft rund 700 Mitarbeitende, wobei bis zu 250 Stellen auf der Kippe stehen. Besonders kritisch ist die Situation für verschiedene Abteilungen: Gynäkologie, Geburtshilfe sowie andere wichtige Bereiche könnten bis zum 31. März 2026 geschlossen werden. Damit könnte die medizinische Grundversorgung in Geesthacht erheblich beeinträchtigt werden, was Bürgermeister Schulze als äußerst besorgniserregend erachtet.

Gesundheitsversorgung unter Druck

Die Geschehnisse um das Krankenhaus Geesthacht sind kein Einzelfall, sondern stellen ein allgemeines Problem innerhalb der deutschen Gesundheitslandschaft dar. Immer mehr Krankenhäuser kämpfen mit finanziellen Schwierigkeiten und mussten Insolvenz anmelden. Dies könnte nicht nur Auswirkungen auf die Beschäftigten und die Klinik selbst haben, sondern auch auf die Patienten, die auf eine verlässliche medizinische Versorgung angewiesen sind.

Der Druck wächst, nun gilt es, die nächsten Schritte zu überlegen und die Weichen für die Zukunft des Vitalcampus Geesthacht sowie für die gesamte Region zu stellen. Die anstehende Sitzung im Sozialausschuss des Landtags wird ein entscheidender Moment sein, um Perspektiven zu schaffen und möglicherweise einen Ausweg aus der Misere zu finden. Die Bürgerinnen und Bürger in Geesthacht warten gespannt, wie es weitergeht.

Weitere Informationen zur aktuellen Situation finden Sie bei NDR und HNA.