Lübeck führt Bargeldverbot ein: MuK und Gollan gehen digital!
Lübeck führt Bargeldverbot in der Musik- und Kongresshalle ein, mit positiven Effekten auf Wartezeiten und Zahlungen.

Lübeck führt Bargeldverbot ein: MuK und Gollan gehen digital!
In der Lübecker Musik- und Kongresshalle (MuK) ist ab dem 15. Oktober 2023 das Bargeld abgeschafft worden. Waren und Dienstleistungen im Haus können nur noch bargeldlos bezahlt werden, was auch für die Garderobe und den Gastro-Bereich gilt. Die Umstellung zeigt bereits nach zwei Wochen eine positive Bilanz: Die Wartezeiten an den Garderoben und Ausschankstellen sind merklich verkürzt worden. Diese einfache Anpassung wirkt sich direkt auf das Erlebnis der Besucher:innen aus, die somit schneller an ihre Getränke und Tickets gelangen.
Nicht nur in der MuK, auch die Kulturwerft Gollan plant, dem Beispiel zu folgen und arbeitet an einem Stufenplan für die Einführung bargeldloser Zahlungen. Diese Entwicklung ist Teil eines größeren Trends, den auch der Handelsverband Nord beobachtet. So wird prognostiziert, dass im Jahr 2025 in Deutschland mehr Kartenzahlungen als Barzahlungen an den Kassen getätigt werden. Laut Statista werden im Jahr 2024 bereits 176,2 Millionen bargeldlose Transaktionen in Schleswig-Holstein erwartet, bei einem Umsatz von prächtigen 5,31 Milliarden Euro.
Bargeldverwendung im Wandel
Das bargeldlose Bezahlen ist auf der Überholspur. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland unbare Zahlungen in Höhe von 63,6 Billionen Euro umgesetzt, was das Land im Vergleich zur EU an die Spitze katapultiert. Dabei nehmen Kartenzahlungen, sowohl mittels Debit- als auch Kreditkarten, kontinuierlich zu. Am häufigsten wird das Lastschriftverfahren verwendet, gefolgt von Überweisungen, während Schecktransaktionen vor einem stetigen Rückgang stehen.
Im Bereich der Sparkassen kommt eine spannende Statistik hinzu: 85 Prozent der Kund:innen bezahlen an den Kassen mit Plastikkarten, und bei Girocard-Nutzern sind es sogar 91 Prozent, die kontaktlos zahlen. Aktuelle Hinweise zeigen, dass die Menschen zunehmend auf bargeldlose Zahlungsmethoden umsteigen, was den Personalaufwand für Wechselgeld und Abrechnungen erheblich reduziert.
Die Zukunft des Bezahlens
Was bedeutet das für die Zukunft? Auch im städtischen Verkehr in Lübeck wird über die Barzahlung diskutiert, schließlich verkaufen 85 Prozent der städtischen Verkehrsbetriebe ihre Tickets weiterhin bar. Und während einige Kultureinrichtungen wie das Theater Lübeck weiterhin Barzahlungen an der Abendkasse akzeptieren, steigen die ersten Gemeinden der evangelischen Nordkirche bereits auf bargeldlose Kollekte mit Kartenlesegeräten um.
Der Trend geht also klar in Richtung bargeldloses Bezahlen, und der Nutzen der Abschaffung gilt als klar: Schnelligkeit und Effizienz für Kund:innen und Anbieter alike. Die Gesellschaft hat also die Chance, sich an neue Gewohnheiten zu gewöhnen und Routine zu entwickeln. Schaut man sich den Anstieg der bargeldlosen Zahlungen genauer an, wird schnell klar, dass die Zukunft des Bezahlens immer mehr in die digitale Welt drängt.
In diesem neuen Zeitalter der Zahlungsmöglichkeiten ist es spannend, die Entwicklungen in Lübeck und ganz Deutschland zu beobachten. Solange jeder mit dem Smartphone oder der Karte parat steht, wird das Bezahlen eine leichtere Angelegenheit, auch wenn der Abschied von Bargeld im persönlichen Umgang weiterhin ein heiß diskutiertes Thema bleibt.
Weitere Informationen zur bargeldlosen Bezahlung finden Sie bei LN Online sowie detaillierte Statistiken auf Statista.