Türkei boomt im Logistiksektor: L.I.T. investiert in neue Chancen!
In Neumünster wird die Türkei als wachsender Logistik-Hub hervorgehoben, mit bedeutenden Investitionen in Infrastruktur und internationalen Verkehr.

Türkei boomt im Logistiksektor: L.I.T. investiert in neue Chancen!
Die L.I.T. Gruppe hat ihre Pläne zur Stärkung ihrer Präsenz in der Türkei konkretisiert. Inmitten eines wirtschaftlichen Booms plant das Unternehmen, seine europäische Verkehrsinfrastruktur weiter auszubauen und sich als verlässlicher Partner im internationalen Straßengüterverkehr zu etablieren. Geschäftsführer Mehmet Ozyilmaz betont die Wichtigkeit stabiler Partnerschaften und hebt hervor, dass die Türkei eine strategische Lage besitzt, die Märkte mit einem Handelsvolumen von etwa USD 10 Billionen verbindet, darunter Europa, Afrika und Zentralasien. Die zuletzt beschleunigten Infrastrukturinvestitionen machen die Türkei zum idealen Standort für Logistikgeschäfte, wie transport-online.de berichtet.
Aber was genau zieht Unternehmen wie L.I.T. in die Türkei? Ein entscheidender Faktor ist die bedeutende Investitionssumme von insgesamt USD 280 Milliarden in den Transport- und Logistiksektor zwischen 2003 und 2024. Insbesondere 55% dieser Summe fließen in den Schienenverkehr, was die Pläne der türkischen Staatsbahn unterstreicht, bis 2023 zwanzig multimodale Logistikzentren zu bauen. Diese Zentren werden an wichtige See- und Flughäfen angebunden und schaffen damit eine hochmoderne Logistikinfrastruktur, die den nationalen und internationalen Handel erheblich erleichtern wird. Laut invest.gov.tr wird die Gesamtfrachttonnage in der Türkei bis 2035 auf etwa 1,5 Milliarden Tonnen geschätzt.
Türkei als Logistik-Hub
Die Türkei strebt an, sich im globalen Wettbewerb zu behaupten und plant, ihre Position im Logistics Performance Index zu verbessern. Um sich unter den besten 10 Ländern zu platzieren, sind einige Maßnahmen notwendig: der Ausbau von Logistikzentren, die Optimierung des Geschäftsmanagements in diesen Zentren sowie die Unterstützung der digitalen Transformation. Vor diesem Hintergrund wird die Türkei nicht nur zum Logistik-Hub im mittleren Korridor, sondern auch zu einem Integrationspunkt für verschiedene Märkte mit einem gewaltigen BIP von USD 30 Billionen, der 67 Länder innerhalb eines vierstündigen Flugradius erreicht. Diese Entwicklungen öffnen viele Türen für Unternehmen, die in die Region expandieren möchten.
Ozyilmaz von L.I.T. plant, lokale Kooperationen zu vertiefen und neue Geschäftsmöglichkeiten in angrenzenden Märkten zu erschließen. Das Aussteller-Engagement auf der Logitrans, die von 19. bis 21. November in Istanbul stattfindet, zeigt das Bestreben des Unternehmens, gezielt in den türkischen Markt einzutreten.
Industrie und Logistik im Wandel
Die türkische Industrie zeichnet sich vor allem durch dynamische Sektoren wie die Lebensmittel- und Automobilindustrie aus. Unternehmen wie die Ülker Group oder Pinar Dairy profitieren von einer modernen Infrastruktur und fortschrittlichen Technologien. Die Automobilindustrie ist ebenfalls stark, mit 626.000 Neuwagenimporten im Jahr 2023 und einer lokalen Produktion von 1,4 Millionen Fahrzeugen. Die Türkei hat sich so zu einem der größten Automobilimporteure Europas entwickelt, was durch ihre geografischen Vorteile und die hohe Arbeitskapazität unterstützt wird.
Zudem ist der Markt für Schwerlastlogistik stetig im Wachstum. Seit der Eröffnung einer Niederlassung von Universal Transport in der Türkei im Jahr 2016 hat sich der Sektor stark entwickelt. Mit einem Marktvolumen von 1,7 Milliarden US-Dollar im Bereich Hebe- und Fördergeräte hat die Türkei bewiesen, dass sie auch hier ein gefragter Standort ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Türkei nicht nur durch ihre herausragende Lage besticht, sondern auch durch strategische Investitionen und langfristige Visionen im Logistiksektor. Die Herausforderungen sind zwar nicht zu unterschätzen, doch die Chancen, die sich durch diese Entwicklungen ergeben, sind enorm. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Markt weiter entwickeln wird und welche neuen Kooperationen entstehen werden. Der Trend zeigt definitiv in eine positive Richtung, und die Zeichen stehen auf Wachstum.