Kitas im Kreis Rendsburg-Eckernförde: Schließen wegen Geburtenrückgang!

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Rendsburg-Eckernförde kämpft mit sinkenden Geburtenzahlen und einer hohen Nachfrage nach Kita-Plätzen, während demografische Trends besorgt stimmen.

Rendsburg-Eckernförde kämpft mit sinkenden Geburtenzahlen und einer hohen Nachfrage nach Kita-Plätzen, während demografische Trends besorgt stimmen.
Rendsburg-Eckernförde kämpft mit sinkenden Geburtenzahlen und einer hohen Nachfrage nach Kita-Plätzen, während demografische Trends besorgt stimmen.

Kitas im Kreis Rendsburg-Eckernförde: Schließen wegen Geburtenrückgang!

Die Situation in den Kitas des Kreises Rendsburg-Eckernförde spitzt sich zu. Laut den aktuellen Informationen von KN Online zeigt die demografische Entwicklung einen kontinuierlichen Rückgang der Neugeborenenzahlen seit 2019, ausgenommen eine kleine positive Abweichung im Jahr 2021. Besonders dramatisch: Im Jahr 2023 gab es fast 100 Geburten weniger als in den vorherigen Jahren. Das hat zur Folge, dass die Zahlen für betreuungsbedürftige Kinder immer weiter sinken werden. Prognosen zeigen, dass am 1. Oktober 2025 etwa 10.575 Kinder im Kreis betreut werden müssen. Davon fallen 2.151 in die U3-Gruppe (unter Dreijährige) und 8.424 in die Ü3-Gruppe (3 bis 6,5-Jährige).

Die Nachfrage nach Kita-Plätzen ist in städtischen Gebieten nach wie vor hoch. In Städten wie Neumünster, Kiel, Altenholz und Rendsburg sieht die Lage für Eltern und Kinder jedoch ganz anders aus als in ländlichen Regionen. Hier gibt es bereits merkliche Rückgänge. Das Amt Dänischer Wohld hat bestätigt, dass die Anmeldungen für die Kitas in Orten wie Gettorf abnehmen. Für das Kitajahr 2022/23 meldeten 189 Eltern Bedarf für U3 und 360 für Ü3, während im Jahr 2024/25 nur mehr 155 U3- und 306 Ü3-Anmeldungen kamen. Diese Entwicklung führt nicht nur zu einem Überangebot an Plätzen, sondern auch zu finanziellen Problemen für die kommunalen Träger.

Kitas stehen vor Herausforderungen

Besonders bemerkenswert ist die aktuelle Situation in der Kita Parkallee in Gettorf. Hier sind derzeit sechs U3- und fünf Ü3-Plätze unbesetzt, und die Wartelisten haben sich drastisch verringert. Ein weiterer Rückschlag: Die Außenstelle der Kita Parkallee wird am 31. August geschlossen, weil die Anmeldungen ausblieben. Die anhaltend schwache Nachfrage ist größtenteils darauf zurückzuführen, dass in Gettorf keine Neubaugebiete entstanden sind, in denen junge Familien ein Zuhause finden könnten.

Im Gegensatz dazu sieht es in Eckernförde, insbesondere in der Kita Nord, wesentlich positiver aus. Mit 57 von 60 belegten Plätzen sind die Kita-Kinder dort gut betreut, was vor allem den Neubaugebieten und dem strategischen Standort der Bundeswehr zu verdanken ist. Währenddessen bleibt der Bedarf für Krippen- und Elementarkinder in Rendsburg-Eckernförde stabil, was den direkten Einfluss der Geburtenentwicklung auf die Branche unterstreicht.

Die ungenutzten Plätze führen zu erheblichen Einnahmeausfällen für die kommunalen Träger, was die städtischen Haushalte belastet. Das ist eine Herausforderung, mit der sich die Kommunen verstärkt auseinandersetzen müssen. Die Kommunalverwaltung sieht sich dadurch gezwungen, tragfähige Lösungen zu finden, um die Angebote in den Kitas auch künftig aufrechterhalten zu können.

Ein tiefes Umdenken ist erforderlich, um die Kitas und die dort gebotene Betreuung für die kommenden Jahre zu sichern. Die Herausforderung der demografischen Entwicklung macht deutlich, dass es an der Zeit ist, einen neuen Weg einzuschlagen – egal, ob durch den Ausbau der Angebote in städtischen Gebieten oder durch gezielte Anreize für junge Familien in ländlichen Regionen. Ein guter Plan könnte hier den entscheidenden Unterschied machen.