Weniger Abfall beim Buffet: So wird Lebensmittelverschwendung besiegt!

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Gastronom Christoph Meyer in Schleswig-Holstein senkt Lebensmittelverschwendung durch angepasste Tischbuffets und bewusste Portionierung.

Gastronom Christoph Meyer in Schleswig-Holstein senkt Lebensmittelverschwendung durch angepasste Tischbuffets und bewusste Portionierung.
Gastronom Christoph Meyer in Schleswig-Holstein senkt Lebensmittelverschwendung durch angepasste Tischbuffets und bewusste Portionierung.

Weniger Abfall beim Buffet: So wird Lebensmittelverschwendung besiegt!

Buffets sind ein beliebtes Konzept in der Gastronomie, doch sie bringen auch eine große Herausforderung mit sich: die hohe Lebensmittelverschwendung. Gastronom Christoph Meyer aus Strande hat mit einem innovativen Ansatz auf diese Problematik reagiert. Er bietet ein Tischbuffet an, das flexibel an die Anzahl der Gäste angepasst wird. So bleibt nicht nur das Essen frisch, sondern es werden auch deutlich weniger Lebensmittelabfälle produziert. „Das Bewusstsein für Lebensmittelverschwendung hat in letzter Zeit zugenommen“, erklärt Meyer, während er die Entwicklung in der Gastronomie schildert. Laut NDR fallen in Deutschland jährlich rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, wobei 18% im Außer-Haus-Verzehr entstehen. Besonders alarmierend ist, dass an Buffets schätzungsweise 20% der Speisen entsorgt werden.

Die Idee des Tischbuffets ist während der Corona-Pandemie entstanden und hat sich mittlerweile als effektive Methode zur Abfallreduzierung etabliert. Auch die DEHOGA beobachtet einen Anstieg von Buffets und All-You-Can-Eat-Restaurants in Schleswig-Holstein. „Die steigenden Preise haben das Bewusstsein für Lebensmittelverschwendung bei Gastronomen erhöht“, so Meyer weiter. Ein Beispiel dafür ist ein China-Restaurant in Henstedt-Ulzburg, das eine Strafgebühr von 20 Euro für nicht aufgegessene Reste erhebt. Diese Maßnahme hat tatsächlich dazu geführt, dass weniger Lebensmittelabfälle anfallen.

Regeln zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen

Ein weiteres Beispiel für sinnvolle Maßnahmen gegen die Verschwendung kommt aus Erfurt. Chien Yung Cheok, Betreiber des „Goldenen Wok“, hat in seinem Restaurant ein „All You Can Eat“-Konzept eingeführt. Dabei müssen die Gäste für jedes nicht aufgegessene Gericht fünf Euro und für jedes nicht ausgetrunkene Glas zwei Euro zahlen. Laut MDR hat diese Regelung dazu geführt, dass nach deren Einführung im Jahr 2023 rund 90 Prozent der Gäste ihre Portionen aufessen. „Das hilft uns, die Lebensmittelverschwendung zu senken und die Preise für alle niedrig zu halten“, so Cheok.

Die Zahlen sprechen für sich: Vor der Einführung dieser Regeln lag die Gästezahl bei etwa 8 bis 10 pro Tag. Heute sind es unter der Woche bis zu 120 und am Wochenende sogar 200 Gäste, die das Angebot in Anspruch nehmen. „Die Gäste sind dankbar für die neuen Regeln, und sie tragen effizient zur Reduzierung der Abfälle bei“, fügt er hinzu. Auch Dirk Ellinger von der Dehoga Thüringen sieht die Einführung dieser Gebühren als juristisch in Ordnung, solange die Gäste angemessen informiert werden.

Tipps für einen verantwortungsvollen Buffetbesuch

Die NGG appelliert zudem an die Gäste, beim Buffet verantwortungsbewusst zu wählen und angemessene Portionen zu füllen. Dafür gibt es einige hilfreiche Tipps: Nutzt die richtigen Utensilien, packt Reste ein und achtet auf Hygiene. Bei Tischbuffets ist es oft einfacher, Reste mitzunehmen, während dies bei All-You-Can-Eat-Angeboten eher die Ausnahme bleibt.

Die Herausforderung der Lebensmittelverschwendung ist also ein Thema, das sowohl Gastronomen als auch Gäste betrifft. Wenn die Branche weiterhin kreativ bleibt und gemeinsame Verantwortung übernommen wird, steht einer nachhaltigen Entwicklung nichts im Wege.