Mordfälle an Marion und Sonja: Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung
Nach Neuermittlungen zu Mordfällen in Kempten und Zirndorf bitten Behörden um Hinweise zu den Schicksalen zweier Mädchen.

Mordfälle an Marion und Sonja: Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung
Heute, am 21. Januar 2026, werfen die ungelösten Mordfälle zweier Mädchen aus den 1970er und 1980er Jahren einen dunklen Schatten auf die Region. Der Fall von Marion Baier, die 1973 unter tragischen Umständen in Oberasbach ermordet wurde, und der Fall von Sonja Hurler, die 1981 in Kempten verschwand, sind jetzt wieder ins Rampenlicht gerückt. FR.de berichtet, dass …
Marion Baier, erst 12 Jahre alt, war in der Nacht zum 2. Juli 1973 nach einem Fischerfest in Zirndorf verschwunden. Ihre letzte Sichtung erlebte eine Schulfreundin gegen 20 Uhr, bevor ihre Leiche am nächsten Morgen auf einer Baustelle gefunden wurde. Ermittler vermuten ein Sexualdelikt, da die Leiche teilweise entkleidet und die Spuren vor Ort sehr aufschlussreich waren. Besonders die Schuhabdrücke einer bekannten Turnschuhmarke und ein Silbermedaillon sind geblieben. Die Schuhabdrücke stammen von Adidas-Modellen in Größe 43, was die Position des Täters weiter eingrenzen könnte.
Parallelen zu Sonja Hurler sind unübersehbar. Die 13-Jährige machte sich nach einem Streit mit ihrer Mutter am 5. Juli 1981 auf den Weg zur Großmutter, kam jedoch nie an. Ihre Leiche wurde erst drei Monate später in der Nähe eines Stadels bei Heiligkreuz gefunden, und auch hier wird von einem Sexualdelikt ausgegangen. Die Kriminalpolizei Kempten hat diesen Fall 2023 wieder aufgegriffen, da neue forensische Erkenntnisse eine DNA-Spur an der Kleidung von Marion Baier bestätigen, die mit einer DNA-Quelle am Fundort von Sonja Hurlers Leiche übereinstimmt. Vol.at berichtet, dass …
Zu den neuen Erkenntnissen haben die Ermittler eine Arbeitsgruppe gebildet, die Ermittlungen der Kripo Fürth zur Unterstützung hinzuzieht. Bisher blieb die DNA-Untersuchung an 300 Männern ohne Ergebnis. Doch die Vorstellung, dass die beiden Mädchen in der gleichen Woche des Jahres und unter ähnlichen gesellschaftlichen Bedingungen verschwanden, lenkt den Fokus auf mögliche Verbindungen zwischen Zirndorf und Kempten und öffnet Türen für neue Zeugenhinweise.
Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, relevante Informationen beizusteuern. Besonders gesucht wird nach Erinnerungen oder Fotos vom Fischerfest 1973 sowie nach Hinweisen zu einer Gruppe junger Männer, die 1981 ein schreiendes Mädchen durch Kempten gezogen haben sollen. Zudem gibt es eine Belohnung von insgesamt 10.000 Euro für Hinweise, die zur Klärung dieser Fälle führen könnten.
Die beiden Fälle sind nicht nur tragische Beispiele persönlicher Schicksale, sondern stehen auch für eine Vielzahl ungelöster Verbrechen im Land. Zeit.de hebt hervor, dass … die Zahl solcher Cold Cases weiter wächst und die Polizei immer wieder ermutigt, durch neue Spuren Ermittlungen wieder aufzunehmen.
Was die Fälle Baier und Hurler betrifft, bleibt zu hoffen, dass die Öffentlichkeit einen Schlüssel zur Aufklärung dieser Verbrechen liefern kann. Zeugen, die Hinweise haben, sind aufgerufen, sich bei der Kripo Kempten unter Telefon 0831 9909-1991 oder der Kripo Fürth unter Telefon 0911 2112-3333 zu melden.