Mannheim zeigt den Kampf gegen Armut: Filmveranstaltung WAS TUN!
Am 2. November 2025 zeigt Cineplex Mannheim den Dokumentarfilm „WAS TUN“ zur Armutsprostitution mit Regisseur Michael Kranz. Eintritt frei!

Mannheim zeigt den Kampf gegen Armut: Filmveranstaltung WAS TUN!
In Mannheim findet am 2. November 2025 eine bedeutende Film-Matinee statt. Im Cineplex Mannheim (N7, 17 – Saal 4) wird der Dokumentarfilm „WAS TUN“ von Regisseur Michael Kranz gezeigt. Der Film beschäftigt sich mit dem sensiblen Thema der Armutsprostitution und der sexuellen Ausbeutung, insbesondere von Frauen und Kindern. Das Event beginnt um 11:00 Uhr und ist nicht nur auf die Filmvorführung beschränkt – eine Einführung durch Kranz sowie Gespräche mit ihm und Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle Amalie sind fest eingeplant. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, jedoch werden Spenden erbeten.
Die Beratungsstelle Amalie, die seit 2013 aktiv ist, spielt eine zentrale Rolle in diesem Kontext. Sie bietet nicht nur psychosoziale Beratung, sondern auch medizinische Grundversorgung und Ausstiegshilfen für Frauen in der Prostitution an. Gemäß Angaben von Amalie Mannheim können betroffene Frauen dort Gesprächsangebote nutzen und wertvolle Unterstützung in unterschiedlichen Lebensbereichen erhalten, seien es Schwierigkeiten bei der Arbeit, persönliche Probleme oder auch gesundheitliche Anliegen ohne Krankenversicherung.
Der Dokumentarfilm und seine Relevanz
„WAS TUN“ ist nicht nur ein Film, sondern Teil einer größeren Reihe, die im Rahmen des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November ins Leben gerufen wurde. Die filmische Auseinandersetzung mit Themen wie Armut und Missbrauch in der Prostitution öffnet den Dialog über gesellschaftliche Missstände und fordert zum Nachdenken auf. Dabei wird auch deutlich, dass Prostitution oft nicht aus freiem Willen erfolgt, sondern viele Frauen, vor allem aus Ländern wie Rumänien, Bulgarien oder Ungarn, aufgrund von wirtschaftlicher Not in diese Situation gedrängt werden. Dies wird auch von den Erhebungen der Hope for the Future unterstützt, die aufzeigen, dass Armut und Bildungsdefizite maßgeblich zur Zwangsprostitution beitragen.
Laut dieser Untersuchung lebt ein erheblicher Teil der Frauen in Österreich in Armutsverhältnissen, was die Notwendigkeit für Initiativen wie Amalie unterstreicht. Insbesondere alleinlebende Frauen und alleinerziehende Mütter sind von Armut stark betroffen. Statistiken zeigen, dass rund 41 % der Ein-Eltern-Haushalte in Österreich armutsgefährdet sind. Die Herausforderung, aus der Prostitution auszubrechen, wird durch die Abhängigkeit von Zuhältern und ein mangelndes soziales Netz zusätzlich erschwert.
Ein Aufruf zum Handeln
Die Film-Matinee in Mannheim ist somit nicht nur ein Unterhaltungsangebot, sondern auch ein Aufruf zum Handeln. Durch die Thematisierung der Dringlichkeit, mit der Armut und soziale Ungleichheiten angegangen werden müssen, möchte die Veranstaltung ein Bewusstsein schaffen und Veränderung anstoßen. Die Finanzierung von Amalie erfolgt durch die Stadt Mannheim, das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg sowie durch den Europäischen Sozialfonds und das Diakonische Werk.
Fazit: Der Dokumentarfilm „WAS TUN“ legt den Finger auf die Wunden unserer Gesellschaft und lädt dazu ein, über den Tellerrand zu schauen. Jeder Zuschauer kann sensibilisiert werden und vielleicht den ersten Schritt in Richtung Unterstützung der betroffenen Frauen machen.