Gas unter dem Fluss: Waiblingen setzt auf innovative Pipelines!
In Waiblingen wird eine neue Gasleitung verlegt, die die Rems unterquert. Bauarbeiten sind durch einen tödlichen Unfall und Verzögerungen betroffen.

Gas unter dem Fluss: Waiblingen setzt auf innovative Pipelines!
In Waiblingen wird derzeit an einem ambitionierten Projekt gearbeitet, das die Gasversorgung in der Region zukunftssicher machen soll. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Arbeiten ist die Verlegung einer großen Gasleitung unter der Rems, für die ein riesiger Düker eingesetzt wird. Dieser 50 Meter lange und 70 Tonnen schwere Bauteil ermöglicht es, den Fluss zu überqueren, ohne ihn aufzustauen, was eine enorme technische Herausforderung darstellt. Laut Stuttgarter Nachrichten wird die Pipeline Teil der Süddeutschen Erdgasleitung (SEL) sein, die sich über eine Gesamtlänge von 250 Kilometern erstreckt und bis 2032 fertiggestellt sein soll.
Die Pipeline wird in fünf Abschnitten gleichzeitig gebaut, wobei einige bereits in Betrieb sind. Die Besonderheit der neuen Leitung: Sie ist nicht nur für Erdgas, sondern auch für Wasserstoff geeignet, da ein spezieller Stahl verwendet wird. Doch die Arbeiten sind nicht ohne Komplikationen verlaufen. Im Juli 2025 gab es einen tragischen Unfall auf der Baustelle, bei dem ein 26-jähriger Bauarbeiter sein Leben verlor. Dies hat die Bauarbeiten stark überschattet und zu verbesserungswürdigen Bedingungen in der Arbeitssicherheit geführt, wie auf ZVW berichtet wird.
Stand der Bauarbeiten
Nach dem Unfall wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit auf der Baustelle ergriffen. Dennoch gibt es Verzögerungen im Baufortschritt, die auf die Verfügbarkeit von Spezialfirmen und die Beeinträchtigungen durch den Weihnachtszirkus in Waiblingen zurückzuführen sind. Die Arbeiten im komplizierten Abschnitt, der zwischen Waiblingen, Beinstein und Hohenacker verläuft, werden jedoch priorisiert behandelt. Der Düker soll voraussichtlich Mitte Januar oder Anfang Februar 2026 verlegt werden, was im Hinblick auf die geplante Inbetriebnahme Mitte 2026 eine Herausforderung darstellt.
Die Anwohner zeigen sich besorgt über das Projekt, insbesondere Grundstücksbesitzer äußern häufig Kritik an den fehlenden Informationen und den möglichen Auswirkungen auf ihre Liegenschaften. Diese Bedenken sind nicht unbegründet, denn bei Erd- und Rohrleitungsbauarbeiten in solchen Umgebungen müssen viele Sicherheitsaspekte beachtet werden. Wie auf BGETEM aufgedeckt wird, gehören dazu auch die richtige Sicherung von Rohrstapeln gegen Auseinanderrollen und besondere Vorkehrungen bei begrenzter Bewegungsfreiheit, um das Risiko zu minimieren.
Die Pläne sind ambitioniert, und bei solch großen Vorhaben gibt es immer Herausforderungen, aber die Verantwortlichen zeigen sich optimistisch, dass das Projekt planmäßig fortschreitet und die Region bald von einer modernen und sicheren Gasversorgung profitieren kann. Bleiben wir gespannt, was die kommenden Monate bringen werden!