Gelsenkirchen im Aufbruch: Graffiti-Künstler Dan Geffert begeistert!

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Gelsenkirchen feiert Graffiti-Künstler Dan Geffert, der mit großen Kunstwerken und Workshops positive Veränderungen bewirken will.

Gelsenkirchen feiert Graffiti-Künstler Dan Geffert, der mit großen Kunstwerken und Workshops positive Veränderungen bewirken will.
Gelsenkirchen feiert Graffiti-Künstler Dan Geffert, der mit großen Kunstwerken und Workshops positive Veränderungen bewirken will.

Gelsenkirchen im Aufbruch: Graffiti-Künstler Dan Geffert begeistert!

In Gelsenkirchen hat das WDR PopUp Studio seine Türen geöffnet und zieht in der ersten Woche bereits über 1.800 Besucher an. Was die Menschen dabei besonders begeistert? Der Wunsch nach positiven Berichten und einer Aufbruchstimmung in der sonst oft negativ wahrgenommenen Stadt. Im Zentrum dieser Aufbruchstimmung steht Dan Geffert, ein 36-jähriger Graffiti-Künstler, der sein Handwerk nicht nur als Kunst, sondern auch als Mittel zur positiven Veränderung versteht. Geffert, der seit seiner Kindheit in Gelsenkirchen lebt und in Bochum das Licht der Welt erblickte, hat sich in der freien Kunstszene etabliert und zeigt, wie man die Stadt mit kreativen Ausdrucksformen verschönern kann.

Gefferts Markenzeichen sind große Wandgemälde, die Geschichten erzählen. Eines seiner eindrucksvollsten Werke findet sich an der Wickingstraße, wo er die stillgelegte Zeche Bismarck und Kinder, die auf der Industriebrache spielen, in harmonischen Farben einfängt. Ein Schmetterling, der auf dem Bild zu sehen ist, symbolisiert die gewünschte Transformation Gelsenkirchens. Der Künstler freut sich über die positiven Reaktionen der Anwohner, darunter auch eine ältere Dame, die ihm gestand, seine Bilder heitern sie in schwierigen Zeiten auf. Während seiner 14-jährigen Karriere als freischaffender Künstler hat Geffert immer wieder betont, wie wichtig ihm die Verbindung zur Gemeinschaft ist.

Große Projekte und Workshops

Der größte Stolz von Geffert ist ein 500 Quadratmeter großes Kunstwerk in Bismarck, das die Tiere des Gelsenkirchener Zoos zum Leben erweckt. Seine Leidenschaft für Graffiti hat er professionalisiert und arbeitet an diversen Auftragsprojekten, unter anderem in der Salzgrotte im Bunker in Scholven und an einer riesigen Fassade im Stadtzentrum von Herford. Zudem hat er im Jahr 2025 den Eingangsbereich des Kunstmuseums Marta in Herford gestaltet.

Die Kunst von Geffert ist nicht nur auf Wände beschränkt, sondern findet auch in Ausstellungen ihren Platz. Bis zum 24. November kann man seine Werke im Museum Folkwang in Essen im Rahmen der Ausstellung „Das beseelte Ding“ bewundern. Auch international ist Geffert aktiv: Im Kulturzentrum Chongqing für zeitgenössische Kunst in China präsentiert er seine Arbeiten in der Ausstellung „Pashmin Art Circulation“.

Kunst und Gemeinschaft

Dass Kunst auch eine Aufgabe hat, ist Geffert wichtig. Regelmäßig veranstaltet er Workshops für Schüler, um ihnen kreative Fähigkeiten zu vermitteln und sie von der schiefen Bahn abzuhalten. Er ist fest davon überzeugt, dass mehr Freundlichkeit auf der Straße nötig ist und will mit guten Beispielen vorangehen. Mit seiner Art, die Graffiti-Kultur zu leben, hofft er, den schlechten Ruf der Stadt zu ändern. Denn oft begegnet er bei seinen Ausstellungen Vorurteilen, die es abzubauen gilt.

Aber nicht alles läuft reibungslos. Für die Anbringung seiner langlebigen Kunstwerke benötigt Geffert die Zustimmung von Grundstückseigentümern, die häufig Wohnbaugesellschaften, kommunale Stellen oder auch private Eigenheimbesitzer sind. Die Finanzierung für Material- und Honorarkosten muss zudem aus anderen Quellen kommen, was die Gestaltungsfreiheit einschränken kann. Auch gibt es keine Garantie dafür, dass seine Werke langfristig erhalten bleiben, da Renovierungsarbeiten oder Wetterbedingungen sie durchaus gefährden können.

Geffert bleibt jedoch optimistisch und zeigt Tag für Tag, wie Kunst Brücken bauen und Menschen zusammenbringen kann. Mit seiner unermüdlichen Leidenschaft und seinem Engagement verleiht er Gelsenkirchen ein Stück neue Farbe und Lebensfreude.