Erinnerungen an Reutlingen: Machen Sie mit bei der Fotofahndung!

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Entdecken Sie die Erfolge der Fotofahndung des Reutlinger Stadtarchivs – identifizierte historische Orte und Gebäude.

Entdecken Sie die Erfolge der Fotofahndung des Reutlinger Stadtarchivs – identifizierte historische Orte und Gebäude.
Entdecken Sie die Erfolge der Fotofahndung des Reutlinger Stadtarchivs – identifizierte historische Orte und Gebäude.

Erinnerungen an Reutlingen: Machen Sie mit bei der Fotofahndung!

Kennen Sie die Geschichte hinter den Bildern? Das Stadtarchiv Reutlingen hat kürzlich Aufsehen erregt mit seiner Fotofahndung, die im Juli 2023 durchgeführt wurde. Laut den Informationen von GEA waren alle sechs Bilder, die zur Identifizierung präsentiert wurden, ein voller Erfolg. Stadtarchivar Philipp Klais zeigte sich erfreut über die rege Beteiligung der Leser:innen, die Hinweise zu den historischen Motiven lieferten.

Besonders hervor sticht eine Abbildung einer Straßenkreuzung in Betzingen aus dem Jahr 1983, die den Beteiligten viel Kopfzerbrechen bereitete. Ein aufmerksamer Leser konnte das GWG-Wohnhaus im Kreuzungsbereich von Griesinger- und Weidenstraße identifizieren. Dieses Gebäude wurde allerdings in den späten 2000er-Jahren abgerissen, und an seiner Stelle stehen nun schicke Reihenhäuser.

Erinnerungen an Engstlatt

Ein weiteres bemerkenswertes Bild, das in die Geschichte der Stadt Reutlingen eintaucht, zeigt ein „Dorf mit Kirche“ aus dem Jahr 1953, welches den Balinger Teilort Engstlatt abbildet. Hier wurde rausgefunden, dass eine Leserin enge Verbindungen zu diesem Ort hat – ihr Mann wuchs bis 1959 im dortigen Pfarrhaus auf. Diese persönlichen Geschichten verleihen den Bildern eine emotionale Tiefe, die durch die Historie der Stadt und ihrer Menschen unterstrichen wird.

Zusätzlich fanden die Identifizierungen auch an Gebäuden in der Agnes-Miegel-Straße statt, wo ein Grundstück mit der Hausnummer 1 ausfindig gemacht wurde. Die Straße trägt den Namen der bekannten Schriftstellerin Agnes Miegel, die 1958 zu Ehren dieser ehrenvollen Persönlichkeit benannt wurde. Doch nicht nur Straßennamen, auch Luftaufnahmen haben es in sich: Eine Luftaufnahme eines Steinbruchs aus dem Jahr 1953 wurde zunächst fälschlicherweise in Tübingen verortet, tatsächlich stammt das Freibad jedoch aus Böblingen.

Eine Vielzahl an Bildern

Philipp Klais bat die Öffentlichkeit um weitere Mithilfe, um sechs neue Fotografien aus dem Stadtarchiv zu identifizieren. Das Stadtarchiv Reutlingen besitzt nämlich etwa eine halbe Million Einzelbilder, die sich über 240 Regalmeter erstrecken, wie reutlingen.de bestätigt. Diese eindrucksvolle Sammlung dokumentiert die Stadtgeschichte von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart und umfasst ein breites Spektrum an regionalen und überregionalen Themen.

Zusätzlich zur Stadtgeschichte ist das Stadtarchiv auch für die sorgfältige Verwahrung und Bereitstellung amtlicher Unterlagen zuständig. Die Sammlung beinhaltet unter anderem Dokumente von Altenburg, Betzingen und vielen anderen Bezirksgemeinden. Auch nichtamtliche Provenienzen, wie etwa die Schriftstücke von Friedrich List, liegen im Archiv. Diese Vielzahl lässt sich auch in der Fachbibliothek der Stadt entdecken, wo stadt- und landesgeschichtliche Literatur zur Verfügung steht, so die Angaben auf deutsche-digitale-bibliothek.de.

Ein Blick in das Stadtarchiv lohnt sich also nicht nur für Geschichtsfans, sondern auch für alle, die mehr über ihre eigene Familiengeschichte erfahren möchten. Wer weiß, vielleicht findet sich ja auch ein eigenes Bild in der umfangreichen Sammlung voller Geschichten und Erinnerungen! Das Archiv hat für diese Woche einen Aufruf gestartet: Helfen Sie mit, die neuen Fotografien zu identifizieren und vielleicht eine noch unbekannte Geschichte zu enthüllen.