Wolfgang Walks Ford Capri: Ein seltenes Schnäppchen im Heimatland!
Wolfgang Walk restauriert seinen Ford Capri von 1983 in Ulm. Er schildert die Liebe zu seinem Oldtimer und dessen Geschichte.

Wolfgang Walks Ford Capri: Ein seltenes Schnäppchen im Heimatland!
Oldtimerfreunde und Liebhaber klassischer Automobile aufgepasst! Im Fokus steht der Ford Capri, ein wahres Stück automobilen Erbes, das seinen Charme bis heute nicht verloren hat. Wolfgang Walk, 62 Jahre alt, ist stolzer Besitzer eines solchen Klassikers aus dem Jahr 1983, den er Anfang der 2000er gemeinsam mit seinem Schwager für 3.700 Euro erwarb. Für Walk verbindet sich mit dem Ford Capri nicht nur ein Fahrzeug, sondern auch emotionale Erinnerungen und Erlebnisse.
Der Ford Capri, der zwischen 1981 und 1984 produziert wurde, gilt als „Sportwagen für wenig Geld“. Der Wagen kann über 200 km/h erreichen und wird von einem kraftvollen Sechszylindermotor angetrieben. Walk, der das „Brummen“ des Autos beim Fahren schätzt, hat es sogar gewagt, die Geschwindigkeit auf dem Donauviadukt Untermarchtal zu testen. Dabei handelt es sich um einen der letzten Ford Capri mit grauen Stoffsitzen, da Ford das Design nur ein Jahr später änderte. „Aufreißerauto“, „Spaßmobil“ und „Rennauto“ sind einige der Spitznamen, die Walks Familie dem Wagen gegeben hat.
Vom Hochzeitsauto zum Liebhaberstück
Vor seinem aktuellen Ford Capri fuhr Walk ein schwarzes Modell, das als Hochzeitsauto diente. Auch wenn der alte Capri inzwischen verkauft wurde, hat ihn seine emotionalen Bindung nie losgelassen. Walk beschreibt seine Liebe zu diesem Modell: „Ich habe nie Interesse an einem Porsche oder Mercedes gehabt, da der Capri für mich einfach etwas Besonderes ist.“ Die faszinierende Geschichte des Capri begann inde im November 1968, als die Produktion startete, gefolgt von der Vorstellung auf der Brüsseler Automobilausstellung im Januar 1969.
Ford stellte sich mit dem Capri die große Aufgabe, den Erfolg des Mustang in Europa zu wiederholen. Zum Glück gelang es mit Bravour, denn über 400.000 Fahrzeuge wurden allein in den ersten zwei Jahren verkauft. Die Mechanik des Capri basiert auf dem Ford Cortina, während das Design von der italienischen Insel Capri inspiriert ist. Das Ziel war, ein erschwingliches Coupé für eine breite Käuferschicht zu schaffen.
Restaurierungen und der umfassende Komfort
Walk betreibt viele der Reparaturen an seinem Capri selbst. Zudem hat er einen Experten aus Ludwigsburg engagiert, um bei komplizierteren Arbeiten zu helfen. So hat er beispielsweise immer eine Ersatz-Benzinpumpe an Bord, da die originale gerne mal ausfällt. Der Ford Capri bietet trotz seiner klassischen Bauweise angenehm modernen Komfort mit Sicherheitsgurten und Kopfstützen, was ihn zu einem etwas neueren Oldtimer macht.
Diese Liebe zum Detail spiegelt sich auch in der Arbeit von Niek van der Veen wider, der den Capri seines Großvaters restaurierte. Der Wagen war lange Zeit in einer Werkstatt und mit Staub bedeckt. Nahezu alle Teile wurden auseinander genommen und mit viel Eigeninitiative wieder zusammengefügt. Die Restaurierung dauerte sechs Jahre, und das Ziel war es, das Fahrzeug so original wie möglich zu halten – eine gelungene Hommage an die Klassiker vergangener Tage.
Mit der fortschreitenden Technik werden die Fahrzeuge zwar nicht jünger, trotzdem steigt das Interesse an diesen zeitlosen Klassikern immer weiter. Der Ford Capri, als Teil dieser Entwicklung, bleibt ein Höhepunkt unter den Oldtimern – für Sammler und Liebhaber ein ganz besonderes Stück Automobilgeschichte.