Pater Ludwig Wörle feiert 60 Jahre im Dienst des Glaubens in Altötting
Pater Ludwig Wörle feiert 60 Jahre im Kapuzinerorden. Sein Jubiläum fand im Kloster St. Konrad, Altötting, statt.

Pater Ludwig Wörle feiert 60 Jahre im Dienst des Glaubens in Altötting
Pater Ludwig Wörle, ein wahrer Vater unserer Gemeinschaft, hat jüngst sein 60-jähriges Ordensjubiläum im Kloster St. Konrad in Altötting gefeiert. Der 84-Jährige, der 1941 in Sielenbach geboren wurde und als Alfons Wörle das Licht der Welt erblickte, ist seit nunmehr sechs Jahrzehnten ein treues Mitglied des Kapuzinerordens. Seine Eltern, der Schreinermeister Thomas Wörle und seine Frau Magdalena, waren das Fundament seiner christlichen Werte.
Nach seiner Schulzeit im Internat und Gymnasium in Dillingen trat er in den Kapuzinerorden ein, wo er 1970 zum Priester geweiht wurde. Während seiner beeindruckenden Laufbahn blieb er niemandem fremd und war unter anderem als Militärpfarrer in Passau für zehn Jahre tätig. Weitere Stationen in seinem Ordensleben umfassen Aschaffenburg, Eichstätt, Burghausen und Würzburg. Von 1995 bis 2001 war er der bayerische Provinzsekretär des Kapuzinerordens und seit 2010 in Altötting aktiv, wo er zur Seelsorge und als Archivar des deutschen Kapuzinerordens beiträgt.
Die Herausforderungen der Gegenwart
Trotz der Feierlichkeiten bleibt für Pater Ludwig eine der schwierigsten Herausforderungen die Auflösung von Klöstern aufgrund des Nachwuchsmangels. So war er maßgeblich an der Auflösung des Klosters Maria Birnbaum in Sielenbach im Jahr 1984 beteiligt, sowie an weiteren in Burghausen, Regensburg und Wemding. Diese frauchtvolle Zeit des Wandels erfordert viel Sensibilität und Geschick, um den Glauben der Gläubigen zu bewahren und aufrechtzuerhalten.
Kapuziner – ein Orden mit Tradition
Die Kapuziner, offiziell als Ordo Fratrum Minorum Capucinorum (OFMCap) bekannt, gehören zu den drei großen Zweigen des ersten Ordens des hl. Franziskus. Ihr Name leitet sich von der Kapuze des Franziskanerhabits ab und charakterisiert sich durch eine enge Verbindung zu den Menschen, insbesondere zu den Armen. Historisch gesehen sind sie bekannt für ihre Liebe zur Stille, zum Gebet und ihr Engagement in sozial-pastoralen Projekten, wie etwa der Arbeit mit Obdachlosen. Der Orden wurde 1525 gegründet und ist mittlerweile in viele Provinzen weltweit organisiert, wobei die Deutsche Kapuzinerprovinz, der Pater Ludwig angehört, 170 Mitglieder umfasst, davon 75 in Deutschland.
Immer wieder zieht es die Menschen in den malerischen Wallfahrtsort Käppele auf dem Nikolausberg über Würzburg. Diese Einrichtung wurde vor über 250 Jahren zu Ehren der Mutter Gottes gegründet und erfreut sich heute großer Beliebtheit bei Touristen und Pilgern. Dort kümmern sich Pater Ludwig und seine Mitbrüder um die Seelsorge und bieten regelmäßig Gottesdienste an, die für Einheimische wie Besucher von hohem Interesse sind. Auch im vergangen Jahr wagten 73 Paare den Schritt ins Eheglück im Käppele.
In Altötting ist der Kapuzinerorden nach wie vor aktiv. Pater Ludwig Wörle, zusammen mit Pater Rainer M. Seidl, Johannes Goth und Manuel Baderhuber, bieten einen Ort der Ruhe und Besinnung. Gottesdienste finden regelmäßig statt und helfen vielen Gläubigen, ihren Glauben zu stärken.
Die Verbindung der Kapuziner zum einfachen Volk und ihre traditionsreiche Geschichte machen sie zu einem geschätzten Bestandteil der katholischen Kirche. In Zeiten, in denen der Orden, wie viele andere religiöse Gemeinschaften, mit Herausforderungen konfrontiert ist, bleibt das Engagement für die Gläubigen ungebrochen.
Für Pater Ludwig Wörle ist es nicht nur eine Frage des Glaubens, sondern auch eine Lebensmission, die er mit Herz und Hingabe lebt. Seine unermüdlichen Anstrengungen, die Gemeinschaft zu unterstützen und den Glauben in unserer Gesellschaft zu fördern, sind ein leuchtendes Zeugnis seiner 60 Jahre im Kapuzinerorden.