Bamberg am Rande der Wohnungsnot: 6.800 Wohnungen fehlen!

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Bamberg sieht sich mit einem Wohnraummangel von 6.800 Einheiten konfrontiert. Experten fordern schnellere Bauvorhaben und gesetzliche Erleichterungen.

Bamberg sieht sich mit einem Wohnraummangel von 6.800 Einheiten konfrontiert. Experten fordern schnellere Bauvorhaben und gesetzliche Erleichterungen.
Bamberg sieht sich mit einem Wohnraummangel von 6.800 Einheiten konfrontiert. Experten fordern schnellere Bauvorhaben und gesetzliche Erleichterungen.

Bamberg am Rande der Wohnungsnot: 6.800 Wohnungen fehlen!

Bamberg steht vor einer dramatischen Wohnungsnot, die nicht nur die Stadt selbst, sondern auch die umliegenden Regionen betrifft. Laut dem Bericht von webecho-bamberg.de stehen in Bamberg aktuell 880 Wohnungen und im Landkreis 2.590 Wohnungen seit mehr als einem Jahr leer. Diese ungenutzten Wohnräume sind ein deutliches Zeichen für den angespannten Wohnungsmarkt. Wohnungen, die lange unvermietet bleiben, werden schwerlich erneut vermietet, was die Situation weiter verschärft.

Das Pestel-Institut hat die Bevölkerungsentwicklung und die Prognosen für den Wohnungsbau in der Region Bamberg eingehend untersucht. Demnach müssen in den nächsten fünf Jahren jährlich rund 970 neue Wohnungen gebaut werden, um der Nachfrage gerecht zu werden. Im ersten Halbjahr 2023 wurden jedoch nur 186 Baugenehmigungen für neue Wohnungen in Bamberg und 187 im Landkreis erteilt. Diese Zahlen sind alarmierend und zeigen, dass die notwendige Baukapazität weit hinter dem Bedarf zurückbleibt.

Bauproblematik und politische Handlungsspielräume

Matthias Günther, der Chef-Ökonom des Pestel-Instituts, bezeichnet das erforderliche Baupensum als „nicht machbar“ unter den aktuellen Bedingungen. Er fordert ein zinsgünstiges Programm für Baugeld mit maximal 2 Prozent Zinsen, damit Bauherren wieder mehr Anreize erhalten, zu investieren. Die Präsidentin des Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel, Katharina Metzger, äußert sich kritisch über die mangelnden kurzfristigen Anreize der neuen Bundesregierung für den Wohnungsbau. Ihrer Meinung nach ist der Wohnungsbau ein wichtiger Motor der Binnenkonjunktur und muss zur Chef-Sache erhoben werden, um Insolvenzen von Bauunternehmen und Jobverluste abzuwehren.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die überzogenen Energiesparauflagen, die die Mieten massiv erhöht haben, ohne signifikante ökologische Vorteile zu bringen. In diesem Kontext wird auch die Forderung laut, Bauvorschriften zu vereinfachen, um mehr und erschwinglichere Wohnungen zu schaffen, was von vielen Akteuren am Markt unterstützt wird.

Die Rolle der IG BAU

Die IG BAU tritt ebenfalls für eine Herabsetzung der Baustandards im sozialen Wohnungsbau ein. Ihr Vorsitzender Robert Feiger betont die Notwendigkeit, diesen Bereich bezahlbarer zu gestalten, besonders in Bezug auf Lärm- und Klimaschutz. Hohe Kosten durch dicke Wand- und Deckenstärken sowie dreifach verglaste Fenster werden als Gründe für die Preise von bis zu 7.000 Euro pro Quadratmeter genannt, insbesondere in Großstädten.

Laut Feiger müssen jährlich 100.000 neue Sozialwohnungen geschaffen werden, um der Krise entgegenzuwirken. Der derzeitige Trend in den Wahlprogrammen zeigt jedoch einen klaren Fokus auf Eigentumsförderung, während der soziale Wohnungsbau oft vernachlässigt wird. Dies könnte langfristige Auswirkungen auf die Mieter haben, die bereits jetzt bis zu 35 Prozent ihres Nettoeinkommens für Wohnkosten aufbringen müssen.

Der Druck auf die politische Agenda in Bezug auf den Wohnungsbau wird also immer größer. Parallel dazu zeigt sich auf Plattformen wie Facebook Marketplace, wie wichtig es für Bürger ist, günstige Wohnmöglichkeiten zu finden und anzubieten. Über den Facebook Marketplace verbindet sich die lokale Gemeinschaft und bietet eine Plattform für den Kauf und Verkauf von Immobilien, was eine wichtige Maßnahme zur Abfederung der Wohnungsnot sein kann.

Insgesamt steht Bamberg vor einer Herausforderung, die dringend politische Lösungen erfordert. Die Stimmen von Experten und Bürgern müssen gehört werden, um die Lebensqualität in der Region zu sichern.