ASV Cham verschenkt Sieg: Dramatische Schlussminuten im Heimspiel!
Die Chamer Handballer kämpfen weiterhin um Punkte in der Oberliga Süd. Nach einem spannenden Heimspiel endete das Match gegen HSG Dietmannsried/Altusried 28:28.

ASV Cham verschenkt Sieg: Dramatische Schlussminuten im Heimspiel!
Die Krise bei den Chamer Handballern zieht sich weiterhin durch die Oberliga Süd. Am vergangen Wochenende endete das Heimspiel gegen die HSG Dietmannsried/Altusried mit einem enttäuschenden 28:28-Unentschieden, obwohl die Chamer bis zur 55. Minute mit 27:24 führten. Nach sechs absolvierten Spielen ergibt sich für den ASV Cham eine ernüchternde Bilanz: zwei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Die letzten vier Spiele blieben siegreich und zeigen, dass der Verein Schwierigkeiten hat, aus der aktuell angespannten Situation herauszukommen. [Mittelbayerische] berichtet, dass die Chamer vor allem im Angriffsspiel Probleme hatten, da dieses oft statisch und ausrechenbar wirkte.
Der Abteilungsleiter Andreas Schmaderer äußerte nach der ersten Halbzeit seine Zufriedenheit mit dem Punktgewinn. Dennoch blieben Entscheidungsfehler und Unkonzentriertheit nicht aus. Die Chamer vergaben insgesamt vier Siebenmeter, was letztlich entscheidend für den Punktverlust war. Insbesondere ein vergabener Siebenmeter von Manuel Wagener in der 57. Minute schmerzte. Zehn Sekunden vor dem Ende hatten die Chamer die große Chance auf den Sieg, doch auch diese wurde vergeben, was zu einem bitteren Ende führte.
Entscheidende Minuten und Spielerfrust
Ein weiterer Schlüsselmoment war die Entscheidung von Trainer Piroch, in der Schlussphase mit einem Sieben gegen Sechs zu spielen, während Cham mit vier Toren führte. Diese Taktik ging nicht auf, da die HSG die Überzahl nutzte und ins leere Tor traf. Cham konnte trotz einer Führung nicht den Sieg einfahren, was auch die Frustration von Keeper Marius Bistrian widerspiegelte, der eine Zeitstrafe für seine emotionale Reaktion erhielt. Der Ausgleich der HSG fiel nur 90 Sekunden vor Schluss und ließ die Chamer mit leeren Händen dastehen.
Der ASV Cham muss nun dringend aus der Formkrise herausfinden, um die nächsten Spiele erfolgreicher zu gestalten und sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Die Herausforderung liegt nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch in der mentalen Stärke der Spieler. Eine interessante Perspektive dazu bietet die Sportpsychologie, die zuletzt bei der asp-Tagung 2023 in Stuttgart thematisiert wurde. Sportpsychologen wie Henning Thrien und André Haber, die mehrere Jahre erfolgreich beim SC DHfK Leipzig zusammenarbeiteten, betonten die Notwendigkeit, über das Scheitern zu sprechen und wie dieses im Profisport gelingen kann. Laut [Die Sportpsychologen] könne die Sportpsychologie auch im Handball eine wesentliche Rolle spielen, um die Spieler mental zu stärken.
Die nächsten Spiele werden zeigen, ob der ASV Cham die Kurve bekommt und sich aus der aktuellen Misere befreien kann. Die Situation ist angespannt, doch vielleicht ist ein Umdenken und neue Ansätze der Schlüssel zum Erfolg.