A3-Ausbau in Franken: 67 Kilometer bis Ende 2025 fertiggestellt!
Der Ausbau der A3 in Franken schreitet voran. Bis Ende 2025 sollen 67 km fertiggestellt sein, trotz Verzögerungen durch Krisen.

A3-Ausbau in Franken: 67 Kilometer bis Ende 2025 fertiggestellt!
Die Autobahn 3 in Franken hat sich zu einem wichtigen Projekt für die Region entwickelt, das im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen sein soll. Merkur berichtet, dass bis Ende 2025 bereits 67 von 76 Kilometern auf sechs Fahrbahnen erweitert sein sollen. Die Bauarbeiten, die im Juli 2020 begonnen haben, mussten allerdings Verzögerungen hinnehmen. Diese wurden sowohl durch die Corona-Pandemie als auch durch den Ukraine-Krieg verursacht.
Der Ausbau umfasst zahlreiche Maßnahmen, darunter den Bau von etwa 90 Brücken sowie die Modernisierung von acht Anschlussstellen. Auch Maßnahmen zum Lärmschutz, zur Entwässerung und zur landschaftlichen Gestaltung stehen auf der Agenda. Trotz der Herausforderungen sind die gegenüberliegenden Fahrbahnen in den betroffenen Abschnitten bereits befahrbar, was den Verkehr zumindest teilweise entlastet.
Stand der Dinge und weitere Herausforderungen
Besonders betroffen sind derzeit zwei Abschnitte der Strecke: Rund fünf Kilometer zwischen Pommersfelden und Höchstadt-Ost in Richtung Frankfurt/Main sowie etwa viereinhalb Kilometer im Bereich der Anschlussstelle Frauenaurach in Richtung Nürnberg. N-TV hebt hervor, dass diese Verzögerungen die Fertigstellung des Projektes in naher Zukunft beeinträchtigen könnten.
Die bayerische Staatsregierung fordert zudem eine zeitnahe Umsetzung des Ausbaus der A8 zwischen Ulm-West und dem Autobahnkreuz Ulm/Elchingen. Auch der geplante sechsstreifige Ausbau der A99 in Oberbayern steht ab frühestens Juni 2028 an und bringt seine eigenen Herausforderungen im Lärmschutz mit sich. Die aktuellen Verzögerungen der Projekte sind jedoch auch auf eine milliardenschwere Lücke im Etat des Bundesverkehrsministeriums zurückzuführen. Süddeutsche berichtet, dass 74 Bauprojekte auf deutschen Autobahnen von ähnlichen Verzögerungen betroffen sind.
Für die Streckenplanung und -ausführung werden außerdem ausreichende Haushaltsansätze im Finanzierungs- und Realisierungsplan 2025 bis 2029 der Autobahn GmbH des Bundes benötigt. Derzeit gibt es ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Finanzierung der Projekte, was die Umsetzung von Neu- und Ausbauten von Bundesfernstraßen betrifft.
Gelassen in die Zukunft
In diesem Zusammenhang äußert sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) klar und fordert mehr Geld im Bundeshaushalt für den Neu- und Ausbau von Autobahnen und Schienen. Er betont, dass der Verkehrsetat deutlich aufgestockt werden müsse, während die CSU Druck auf das Parlament in Berlin ausübt. Martin Geilhufe vom Bund Naturschutz in Bayern zeigt sich zufrieden, dass Straßenbauprojekte kritisch hinterfragt werden, sieht jedoch auch die Notwendigkeit der finanziellen Unterstützung.
Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Lage rund um den Ausbau der Autobahn 3 und anderer Projekte entwickeln wird. Der Aufruf zur finanziellen Unterstützung durch die Regierung ist unüberhörbar und scheint von großer Bedeutung für die künftige Verkehrsinfrastruktur in Bayern zu sein.