Neues Leben am Petrusplatz: Erste Mieterin im P3 eingezogen!
Neu-Ulm erlebt Veränderungen: Eröffnung der neuen Arztpraxis im P3 und Fortschritte bei städtischen Bauprojekten am Petrusplatz.

Neues Leben am Petrusplatz: Erste Mieterin im P3 eingezogen!
In Neu-Ulm hat ein neues Kapitel begonnen: Am Petrusplatz, wo bis vor kurzem noch die Ruine des Betthauses Renfte das Bild prägte, ist die erste Mieterin des Neubaus „P3“ eingezogen. Diese Neugestaltung folgt auf eine lange und perplexe Geschichte. Das traditionsreiche Betthaus musste schließen und hinterließ eine Bauruine, die über Jahre hinweg immer mehr verfiel. Das Bauunternehmen Steinle hatte massive Pläne für den Umbau, entschied sich jedoch letztlich gegen einen kompletten Abriss, bevor es in die Insolvenz rutschte. Augsburger Allgemeine berichtet, dass die Sparkasse Ulm, als größter Gläubiger, die Verantwortung übernahm und schließlich mit dem Abriss im März 2022 beginnen konnte.
Die Herausforderungen während dieser Umbauphase waren beträchtlich. Die ursprünglichen Pläne des Unternehmens Steinle, das Gebäude in 13 Wohnungen und ein Ladengeschäft umzuwandeln, erwiesen sich als komplexer, als manch einer anfangs dachte. Es kam zu erheblichen finanziellen Engpässen und der Bezugstermin für die Wohnungen wurde weit hinausgeschoben. Die Verhandlungen mit potenziellen Käufern sind jedoch nicht ganz ins Stocken geraten, auch wenn die Umstände alles andere als einfach waren. Schwäbische fügt hinzu, dass die Insolvenzverwalter weiterhin an Lösungen für die Gläubiger arbeiten.
Der Neubau als Hoffnungsträger
Das moderne Gebäude „P3“ bietet nun erstmals nach Jahren des Verfalls Raum für eine Arztpraxis. Dies könnte als erster Schritt hin zu einer revitalisierten Umgebung am Petrusplatz gesehen werden. Auch wenn die angrenzende „Staibs Brotbar“ noch etwas Zeit benötigt, um ihre Pforten zu öffnen, setzt der Neubau neue Maßstäbe für die Viertelentwicklung in Neu-Ulm.
Doch die Aktivitäten beschränken sich nicht nur auf den Petrusplatz. Der Spatenstich für das großangelegte Projekt „Heiners“, das zwischen Ludwigstraße und Maximilianstraße erstreckt, wurde am 18. Oktober gesetzt. Hier wird ein Gebäude mit insgesamt 11.000 Quadratmetern entstehen, das Wohnungen, Büroflächen, eine Stadtbücherei und gastronomische Angebote vereinen soll. Wir leben Neu-Ulm hebt hervor, dass die Stadt Neu-Ulm als Bauherrin fungiert und die Gesamtkosten des Projekts auf etwa 63 Millionen Euro geschätzt werden.
Diese ambitionierten Pläne zeigen, dass Neu-Ulm dabei ist, sich neu zu gestalten und zukunftsfähig zu werden. Mit der Fertigstellung der Projekte wird ab 2025 gerechnet, sodass die Stadt bald ein lebendiges Zentrum mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten bieten kann. Wer hätte gedacht, dass die Ruine am Petrusplatz einmal zu einem Zeichen für eine blühende Zukunft wird?