Handgranate im Wald gefunden: Sprengung bei Hemmersheim notwendig!

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Ein Sondengänger fand bei Hemmersheim, Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, eine scharfe Handgranate. Sprengung notwendig.

Ein Sondengänger fand bei Hemmersheim, Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, eine scharfe Handgranate. Sprengung notwendig.
Ein Sondengänger fand bei Hemmersheim, Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, eine scharfe Handgranate. Sprengung notwendig.

Handgranate im Wald gefunden: Sprengung bei Hemmersheim notwendig!

Ein 69-jähriger Sondengänger hat am Montag, dem 11. August, in Hemmersheim, Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, eine spannende Entdeckung gemacht. Als er ein privates Waldgrundstück durchsuchte, fand er eine vermeintliche Handgranate. Diese Entdeckung hat für gehörige Aufregung gesorgt und die Polizeiinspektion Bad Windsheim auf den Plan gerufen. Ein Sprengkommando wurde umgehend zur Stelle gerufen, um die gefundene Granate zu überprüfen.

Bei der Inspektion stellte sich heraus, dass es sich um eine scharfe Sprengladung handelte, die nicht transportfähig war. Die Experten entschieden, dass die Granate direkt vor Ort gesprengt werden musste. Es handelte sich um eine amerikanische Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg. Funde solcher Granaten sind laut der Polizei keine Seltenheit; immer wieder müssen sie in verschiedenen Regionen gesichtet und gesprengt werden.

Ein Blick auf die Geschichte der Handgranate

Die Handgranate, ein nach der Definition einhändig zu werfendes Sprengmittel, hat eine lange und bewegte Geschichte. Sie wird seit dem Mittelalter verwendet und entwickelte sich aus den ersten Keramikhandsgranaten des Byzantinischen Reiches über verschiedene Formen bis hin zu den modernen Metallgranaten, die heute gebräuchlich sind. Die Materialien umfassen Metall und Kunststoff, oft ausgestattet mit Sollbruchstellen oder zusätzlichen Teilen zur Steigerung der Splitterwirkung, wie ein historischer Überblick zeigt. So wurden beispielsweise während des Ersten Weltkriegs die ersten offensiven und defensiven Granaten im großen Stil eingesetzt, die bei Kämpfen in schützenden Deckungen Verwendung fanden. Zu den bekanntesten Modellen zählen die US-amerikanische Mk 2 und die sowjetische F 1, die verschiedene Einsatzbereiche abdecken, von Häuserkämpfen bis zu Angriffen auf Bunker.

Als besonders einsatzfähig haben sich Stielhandgranaten, auch liebevoll „Kartoffelstampfer“ genannt, erwiesen. Sie anzuwenden, erfordert ein gutes Händchen, um die Wurfweite optimal zu nutzen. Diese Granate ist zudem mit Zündern ausgestattet, die eine Verzögerung ermöglichen, was sie zu einem vielseitigen Werkzeug im Gefechtsfeld macht. Apropos Wurfweiten: Handgranaten haben eine Reichweite von bis zu 30 bis 40 Metern, je nach Typ und Konstruktion.

Aktuelle Einordnung und Gefahren

Der Vorfall in Hemmersheim unterstreicht die Gefahren, die oft mit der Entdeckung alter Waffenbestände verbunden sind. Handgranaten, die noch mit Sprengstoff gefüllt sind, können ernsthafte Risiken darstellen. Das Sprengkommando führt die Sprengungen in der Regel in einem geschützten Bereich durch, wobei bei transportfähigen Granaten eine Sprengung in einem Container erfolgt. Bei nicht transportfähigen Granaten wird die Explosion mit Sandsäcken eingedämmt. Es bleibt zu hoffen, dass solche Funde in der Zukunft vermieden werden können, dennoch ist es wichtig, die Zivilbevölkerung über die Risiken aufzuklären.

Abschließend lässt sich sagen: Die Welt der Handgranaten mag für viele eine Mysterium sein, hat jedoch bewiesen, dass sie Teil der Geschichte sind und auch heute noch relevante Sicherheitsfragen aufwirft. Das Interesse an archäologischen Funden ist groß, doch Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen.

Für weitere Informationen über die Geschichte der Handgranate und deren verschiedene Typen siehe die Ausführungen auf Wikipedia und Wikiwand.

Wie man sieht, kann eine erbauliche Sonde im Wald sowohl Abenteuer als auch unerwartete Risiken mit sich bringen – da liegt was an!