Juristische Höhenflüge: Operndoppelabend in Passau ab 8. November!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Am 8. November 2025 feiert das Landestheater Passau die Premiere eines juristischen Operndoppelabends mit „Trial by Jury“ und „Gianni Schicchi“.

Am 8. November 2025 feiert das Landestheater Passau die Premiere eines juristischen Operndoppelabends mit „Trial by Jury“ und „Gianni Schicchi“.
Am 8. November 2025 feiert das Landestheater Passau die Premiere eines juristischen Operndoppelabends mit „Trial by Jury“ und „Gianni Schicchi“.

Juristische Höhenflüge: Operndoppelabend in Passau ab 8. November!

Am 8. November feiert das Landestheater Niederbayern in Passau gleich zwei spannende Premieren, die nicht nur Opernliebhaber begeistern werden. Unter dem Motto „juristischer Operndoppelabend“ führt Intendant Stefan Tilch die Werke „Trial by Jury“ und „Gianni Schicchi“ auf. Diese besondere Inszenierung wird von Basil Coleman musikalisch geleitet, der die Niederbayerische Philharmonie dirigiert. Ein feierliches Konzertereignis steht also bevor!

Was erwartet die Zuschauer bei „Trial by Jury“? Dieses Werk von Gilbert & Sullivan, veröffentlicht 1875, gilt als Erstlingswerk des berühmten Duos und wird oft als eines ihrer besten Stücke angesehen. Hier wird die englische Gerichtsbarkeit ebenso satirisch beleuchtet wie die Heuchelei der viktorianischen Upper Class. Edwin, der Protagonist, muss sich vor Gericht verantworten, weil er sein Eheversprechen bricht – und seine Verteidigung könnte kurioser nicht sein: Er argumentiert, dass Monogamie einfach langweilig sei. Die Braut und ihre Jungfern stehen hingegen auf der Anklagebank.

„Gianni Schicchi“: Ein Betrüger mit gutem Herzen

Die zweite Präsentation des Abends, „Gianni Schicchi“ von Giacomo Puccini, ist nicht weniger faszinierend. Dieses Stück, Teil von Puccinis Einakter „Il Trittico“ aus 1918, erzählt die Geschichte eines cleveren Betrügers, der sich als verstorbene Person ausgibt, um ein Testament zu fälschen. Gianni Schicchi verfolgt hierbei eigentlich edle Ziele, denn das Erbe des Verstorbenen wurde der Kirche vermacht, sehr zur Unzufriedenheit seiner Enterbten. Mit einer gehörigen Portion Humor entblößt Puccini die Konflikte innerhalb der Familie, während Schicchi alles versucht, um das Erbe zugunsten der Verwandten umzuleiten.

Ein Blick auf die Savoy-Oper

Beide Werke sind Teil des Genres der Savoy-Oper, das im späten 19. Jahrhundert in England aufkam. Gilbert und Sullivan sind die bekanntesten Vertreter dieses Stils. Der Begriff „Savoy Opera“ bezieht sich auf die unterhaltsamen Werke, die im Savoy Theatre aufgeführt wurden und die das moderne Musical beeinflussten. Ihre erfolgreichen Opern sind als „comic operas“ bekannt, eine bewusste Abgrenzung zu oft anstößigen, europäischen Operetten. Die erste Savoy-Oper wurde 1881 mit „Patience“ gefeiert, was den Grundstein für zahlreiche weitere Produktionen legte.

Insgesamt verspricht die Inszenierung am Landestheater in Passau ein unterhaltsamer Abend zu werden. Die Kombination beider Stücke, die auf humorvolle Weise die menschlichen Schwächen und gesellschaftlichen Normen hinterfragen, lädt sowohl Opernfreunde als auch Interessierte zu einer spannenden darstellerischen Reise ein. Ein gutes Händchen hat der Intendant mit diesem außergewöhnlichen Programm also auf jeden Fall bewiesen.

Wer die beiden Werke erleben möchte, sollte sich die Premiere am 8. November im Landestheater in Passau nicht entgehen lassen. Karten sind bereits erhältlich und das Interesse ist bereits groß!

Mehr Informationen findet man hier: pnp.de, landestheater-niederbayern.de und wikipedia.org.