SPD bringt wichtige Ausstellung gegen häusliche Gewalt nach Holzkirchen!

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Die SPD plant die Wanderausstellung „Häusliche Gewalt LOSwerden“ in Holzkirchen, um über Gewalt aufzuklären und Betroffene zu unterstützen.

Die SPD plant die Wanderausstellung „Häusliche Gewalt LOSwerden“ in Holzkirchen, um über Gewalt aufzuklären und Betroffene zu unterstützen.
Die SPD plant die Wanderausstellung „Häusliche Gewalt LOSwerden“ in Holzkirchen, um über Gewalt aufzuklären und Betroffene zu unterstützen.

SPD bringt wichtige Ausstellung gegen häusliche Gewalt nach Holzkirchen!

In Holzkirchen soll bald eine wichtige Wanderausstellung zum Thema häusliche Gewalt Einzug halten. Die SPD-Gemeinderatsfraktion hat einen Antrag gestellt, um die Ausstellung „Häusliche Gewalt LOSwerden“ in die Gemeinde zu holen. Diese Initiative zielt darauf ab, die Öffentlichkeit über die Vielschichtigkeit und die verheerenden Auswirkungen häuslicher Gewalt aufzuklären und Betroffene zu ermutigen, sich zu wehren. Bereits in Bad Tölz, Starnberg, Murnau und Ebersberg wurde die Ausstellung erfolgreich gezeigt, wie Merkur berichtet.

Die von dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales entwickelte Ausstellung besteht aus sechs Wandmodulen, die verschiedene Formen und Ausprägungen häuslicher Gewalt thematisieren. Besuchern wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch über die verfügbaren Hilfsangebote informiert. Jedes Jahr sind zehntausende Menschen in Deutschland betroffen; allein in der Statistik von 2023 wurden über 240.000 Fälle registriert, von denen 80% Frauen sind. Besorgniserregend ist, dass rund die Hälfte der Kinder in betroffenen Familien als Opfer oder Zeugen von Gewalt fungiert. Das Bundeskriminalamt weist darauf hin, dass die Dunkelziffer noch viel höher sein könnte. In Bayern mangelt es zusätzlich an Frauenhausplätzen – hunderte stehen nicht zur Verfügung.

Die Ausstellung in Holzkirchen

Die SPD bevorzugt die große Variante der Ausstellung und prüft derzeit mögliche Standorte wie das Foyer des Kultur im Oberbräu oder das Rathaus. Der große Vorteil ist, dass das Staatsministerium die Ausstellung kostenlos zur Verfügung stellt und zudem für den Transport sorgt. Dies ist eine hervorragende Gelegenheit, um in Holzkirchen ein Bewusstsein für ein so wichtiges Thema zu schaffen. Das Anliegen der Ausstellung endet nicht an der Tür: Sie will sensibilisieren, aufklären und enttabuisieren.

Interessante Parallelen gibt es zu der Dauerausstellung „Rosenstraße 76“, die seit April 2024 in Braunschweig zu sehen ist. Diese interaktive Ausstellung befasst sich ebenfalls intensiv mit dem Thema häusliche Gewalt. Sie ist so gestaltet, dass die Besucher:innen eine normal eingerichtete Wohnung erkunden können, die durch verschiedene Details die Realität von Betroffenen spiegelt. Dabei wird gezeigt, wie Gewalt im Alltag auftreten kann – von psychischen Angriffen bis hin zu physischer Gewalt. Die Ausstellung in Braunschweig wurde im Oktober 2025 sogar mit einem Präventionspreis ausgezeichnet, was die Wichtigkeit solcher Initiativen unterstreicht, wie Tagesschau dokumentiert.

Das Potenzial zur Prävention

Diese Ausstellungen tragen dazu bei, das Tabu rund um häusliche Gewalt zu brechen – ein dringend benötigter Schritt. Die Bundesstatistik zeigt, dass im Jahr 2024 allein 171.069 Personen Opfer von Partnerschaftsgewalt wurden, wobei der Anstieg um 1,9% im Vergleich zum Vorjahr alarmierend ist. Rund 80% dieser Opfer sind Frauen, und die häufigsten Delikte sind Körperverletzungen. Mit einer präventiven Aufklärungsarbeit kann Hoffnung auf eine bessere Zukunft für Betroffene geschaffen werden, so das Ziel der Initiatoren der Holzkirchner Ausstellung und darüber hinaus.

Der Wunsch nach Aufklärung und Sensibilisierung ist deutlich zu spüren. Halten wir die Augen und Ohren offen, denn vielleicht kann auch die Holzkirchner Ausstellung dazu beitragen, das Unrecht, das viele Menschen erleiden, ins Licht zu rücken und Veränderungen anzustoßen.