27 Habichtskäuze in Nordostbayern: Ein Erfolg im Artenschutz!

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Die Rückkehr des Habichtskauzes in Nordostbayern: 27 Jungtiere wurden erfolgreich ausgewildert, um die Art zu stärken.

Die Rückkehr des Habichtskauzes in Nordostbayern: 27 Jungtiere wurden erfolgreich ausgewildert, um die Art zu stärken.
Die Rückkehr des Habichtskauzes in Nordostbayern: 27 Jungtiere wurden erfolgreich ausgewildert, um die Art zu stärken.

27 Habichtskäuze in Nordostbayern: Ein Erfolg im Artenschutz!

In den Wäldern Nordostbayerns schlüpfen kleine Wunder: 27 junge Habichtskäuze haben kürzlich den Sprung ins Freie gewagt. Dieses erfreuliche Ereignis war Teil eines umfassenden Wiederansiedlungsprojekts, das seit 2017 durchgeführt wird. Der Habichtskauz, ein stattlicher Vogel, erreicht eine Größe von etwa 60 Zentimetern und ist mit einer Spannweite von 125 Zentimetern ein echter Blickfang. Bis zu 20 Jahre kann dieser seltene Kauz, der als ausgestorben galt, in der Natur leben. Ein glücklicher Umstand ist, dass die Population in Nordostbayern dank dieser Maßnahmen kontinuierlich wächst, wie die Frankenpost berichtet.

Die 27 Jungtiere sind nicht die ersten, die im Rahmen dieses Projekts in die Freiheit entlassen wurden. Seit 2017 wurden insgesamt bereits 133 Habichtskäuze ausgewildert. Das Ziel ist eine stabile, genetisch vielfältige Population. Diese Vögel stammen aus sorgfältigen Nachzuchten in Zoos und Wildparks in Frankreich und Deutschland. Die vorangehende Eingewöhnung fand in speziellen Volieren statt, wo sie vier Wochen lang unter kontrollierten Bedingungen leben konnten, um sich an die natürlichen Gegebenheiten zu gewöhnen.

Eingewöhnung und Herausforderung

Die Jungvögel durchlaufen eine wichtige Phase, in der sie sich im Alter von 100 bis 120 Tagen selbstständig beweisen müssen. Ihre Überlebensrate in der Wildnis wird auf etwa 50 Prozent geschätzt, wobei hauptsächlich der Straßenverkehr, aber auch Prädatoren wie Uhu und Marder zu den größten Risiken zählen. Um den Fortpflanzungserfolg zu sichern, wurde im Jahr 2020 bereits eine erfreuliche Anzahl von elf weiteren Jungkäuzen ausgewildert, und Maßnahmen zur Habitatverbesserung gingen Hand in Hand mit dem Bau von 55 neuen Brutkästen.

Landschaft-Artenschutz hebt hervor, dass trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie weiterhin überörtliche Medien regelmäßig positiv über das Projekt berichteten. Auch der Antrag auf GPS-GSM Telemetrie wurde eingereicht, um die Bewegungen der Vögel besser nachvollziehen zu können.

Ein wichtiges Stück Natur zurückgewinnen

Laut National Geographic hat sich im Bayerischen Wald eine kleine Population etabliert, die durch gezielte Wiederansiedlungsmaßnahmen wächst. 2024 wurden 23 Jungvögel ausgewildert, und es wird angestrebt, nicht nur die Habichtskäuze in deutschen Wäldern heimisch zu machen, sondern auch deren bestehende Populationen miteinander zu vernetzen. DNA-Untersuchungen vor der Auswilderung dienen zur Sicherstellung der genetischen Vielfalt.

Waldbesitzer werden aktiv in das Projekt eingebunden, um das Wissen über die Bedeutung typischer Strukturelemente für den Habichtskauz zu verbreiten. Diese Maßnahmen fördern nicht nur den Kauz selber, sondern auch die gesamte Biodiversität im Wald, dazu gehören Pilze, Pflanzen, Amphibien und viele Insektenarten. Mit jedem ausgeflogenen Habichtskauz wird ein weiteres Stück Natur zurückgewinnt, das vor rund 100 Jahren (1923) in Deutschland ausgerottet wurde.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das Projekt am besten mit einem positiven Ausblick in die Zukunft beschrieben werden kann. Mit Besonnenheit und Geschick wird hier daran gearbeitet, eine Art zurück ins Herzen unserer Wälder zu bringen. Ein wichtiger Schritt, nicht nur für den Habichtskauz, sondern für das gesamte Ökosystem. Und das ist etwas, worauf man mit Freude blicken kann.