Rekord-Haushalt 2026: Landkreis Weilheim-Schongau unter Druck!

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Der Landkreis Weilheim-Schongau plant für 2026 einen Rekordhaushalt von 280 Millionen Euro, trotz steigender Schulden und Herausforderungen.

Der Landkreis Weilheim-Schongau plant für 2026 einen Rekordhaushalt von 280 Millionen Euro, trotz steigender Schulden und Herausforderungen.
Der Landkreis Weilheim-Schongau plant für 2026 einen Rekordhaushalt von 280 Millionen Euro, trotz steigender Schulden und Herausforderungen.

Rekord-Haushalt 2026: Landkreis Weilheim-Schongau unter Druck!

Im Landkreis Weilheim-Schongau steht der Haushalt für 2026 in den Startlöchern und sorgt für Aufregung unter den Verantwortlichen. Mit einem Rekord-Haushaltsvolumen von 280 Millionen Euro wurde der Entwurf von Kreiskämmerer Matthias Brugger präsentieren, der die finanziellen Herausforderungen, mit denen die Region konfrontiert ist, deutlich machte. Laut Merkur sind vor allem steigende Personalkosten, hohe Sozialleistungen und äußere wirtschaftliche Faktoren für die angespannte Haushaltslage verantwortlich.

In der Präsentation wurden sowohl der Vermögenshaushalt von rund 33,1 Millionen Euro als auch der Verwaltungshaushalt, der etwa 247,6 Millionen Euro umfasst, vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den Betriebskostenzuschüssen für die Krankenhaus GmbH, die sich in den kommenden Jahren auf zwischen 10 und 12 Millionen Euro belaufen werden. Landrätin Andrea Jochner-Weiß hat betont, dass die aktuelle Situation alle Landkreise betrifft und des Wegen ein umfassender Plan zur Haushaltskonsolidierung unerlässlich ist.

Haushaltssperre und ihre Auswirkungen

Doch nicht nur die Zahlen des neuen Haushalts werfen Fragen auf. Die Regierung von Oberbayern hat dem Landkreis in einem Schreiben Versäumnisse im Haushalt 2023 vorgeworfen, was zur Beschlussfassung einer Haushaltssperre führte. Diese Sperre, die 30 Prozent aller nicht gesetzlich gebundenen Ausgaben umfasst, wurde beschlossen, um die prekäre Haushaltssituation zu entschärfen. Dies betrifft insgesamt 1,754 Millionen Euro und schränkt auch freiwillige Leistungen ein, wie der Kreisbote berichtet.

Wie eine Kette reihen sich die Herausforderungen aneinander: 2026 könnte die Pro-Kopf-Verschuldung auf etwa 763 Euro steigen, was weit über dem Landesdurchschnitt liegt. Um notwendige Investitionen, wie den Ersatzneubau der Turnhallen am Gymnasium Weilheim oder die Generalsanierung der FOS/BOS, zu ermöglichen, plant der Landkreis Kredite in Höhe von fast 38,5 Millionen Euro für die Jahre 2024 bis 2026. Die allgemeine Diskussion im Kreistag dreht sich bislang um die finanzielle Lage und weitere Einsparmöglichkeiten. Zudem wird erwartet, dass die Krankenhaus GmbH bis 2023 einen Zuschuss von rund 12 Millionen Euro erhält, der möglicherweise sogar auf 14,3 Millionen Euro ansteigen könnte.

Die schwierige Finanzlage bleibt bestehen

Eines bleibt jedoch trotz aller Einsparungsmaßnahmen klar: Die Neuverschuldung wird sich auf über 12 Millionen Euro belaufen. Die Gesamtverschuldung des Landkreises wird voraussichtlich 109,3 Millionen Euro erreichen. Durch den kommunalen Finanzausgleich, der 2026 auf 12,83 Milliarden Euro steigt, und zusätzliche Mittel des Freistaats in Höhe von 3,9 Milliarden Euro sollen Investitionen in die regionale Infrastruktur gefördert werden. Doch ohne nachhaltige Lösungen werden die Herausforderungen weiterhin drückend bleiben.

Zukunftsorientierte Investitionen, wie die in Schulen und in das Landratsamt-Gebäude, stehen auf der Agenda. Gleichzeitig müssen Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzen schnellstmöglich umgesetzt werden. Schließlich steht die entscheidende Abstimmung im Kreistag am 5. Dezember an, und ob eine Haushaltssperre weiter Bestand haben wird, bleibt abzuwarten. Die Diskussionen über die finanzielle Zukunft werden wohl auch in den kommenden Wochen nicht an Intensität verlieren.