Betrüger geben sich in Würzburg als Polizisten aus – 57-Jähriger zahlt!

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In Würzburg gaukelten Betrüger einem 57-Jährigen Polizei vor, um Geld zu ergaunern. Polizei sucht Zeugen.

In Würzburg gaukelten Betrüger einem 57-Jährigen Polizei vor, um Geld zu ergaunern. Polizei sucht Zeugen.
In Würzburg gaukelten Betrüger einem 57-Jährigen Polizei vor, um Geld zu ergaunern. Polizei sucht Zeugen.

Betrüger geben sich in Würzburg als Polizisten aus – 57-Jähriger zahlt!

Am Montagmittag sind in Würzburg zwei Unbekannte auf besonders dreiste Weise aufgetreten. Sie gaben sich als Polizeibeamte aus und täuschten so einen 57-jährigen Mann, der gerade in seinem Garten arbeitete. Laut mainfranken.news geschah dies gegen 13:20 Uhr in der Silcherstraße. Die Betrüger zeigten dem Mann einen gefälschten Ausweis und behaupteten, er habe eine Ordnungswidrigkeit begangen, die er mit einer Geldstrafe von etwa 100 Euro zu sanktionieren habe.

Der arglose Gärtner fiel auf den Schwindel herein und zahlte einen Teil der geforderten Summe. Erst am Nachmittag wurde der Vorfall bei der Polizei gemeldet, die nun Ermittlungen aufgenommen hat. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0931/457-2230 zu melden. Die Beschreibung der Täter ist wie folgt: Der erste Täter wird als etwa 30 Jahre alter, 178 cm großer Mann mit schlanker Figur und schwarzen Haaren beschrieben. Er trug eine Weste mit dem Aufdruck „Polizei“ und sprach hochdeutsch. Der zweite Täter hat ähnliche Merkmale, ist aber dunkelblond und schielt mit einem Auge.

Missbrauch von Ausweispapieren im Fokus

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf das wachsende Problem des Missbrauchs von Ausweispapieren, das in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt. Wie strafrechtsiegen.de erläutert, regelt § 281 StGB den Missbrauch von Ausweispapieren, der bereits für die Täuschung im Rechtsverkehr strafbar ist. Die Verwendung eines für eine andere Person ausgestellten Ausweises oder das Überlassen eines solchen zur Täuschung sind bestraft. Im schlimmsten Fall drohen Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr oder Geldstrafen.

Besonders in Zeiten von Corona, als Gesundheitszeugnisse zum Thema wurden, ist die Sensibilisierung für Identitätsdiebstahl und den Schutz persönlicher Daten von großer Bedeutung. Die Polizei empfiehlt, Ausweispapiere sorgsam aufzubewahren und bei Verlust sofort zu handeln. Schließlich muss man sich über die Integrität und Zuverlässigkeit von Ausweisen im Rechtsverkehr im Klaren sein.

Außerdem in Würzburg

Der Vorfall in der Silcherstraße ist jedoch nicht der einzige Polizeieinsatz, der am Montag in Würzburg von Bedeutung war. Von Freitag bis Montag wurden in der Max-Mengeringenhausen-Straße etwa 500 Liter Diesel aus einem Lkw gestohlen. Ein weiteres Vergehen ereignete sich in der Grombühlstraße, wo ein Unbekannter einer 48-jährigen Frau am Montagmittag ihren Geldbeutel stahl.

In der Gebrüder-Grimm-Straße kam es zu einem Unfall, bei dem ein Unbekannter die Fassade eines Wohnhauses beschädigte und daraufhin flüchtete. Auch an mehreren geparkten Fahrzeugen wurden Schäden verursacht. So wurde ein schwarzer Mercedes in der Huberstraße stark beschädigt, während in der Conradistraße ein schwarzes Cabrio angefahren wurde, was zusätzliche Sachschäden von jeweils etwa 2.500 und 2.000 Euro zur Folge hatte.

In Randersacker, Höchberg, Volkach und Gaibach sind ebenfalls verschiedene Vandalismus- und Diebstahlsfälle gemeldet worden, die im gesamten Raum für Aufregung sorgen. Die Polizei rät der Bevölkerung, wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen schnellstmöglich zu melden.