Vogelgrippe-Chaos in Frankenau: Züchter verzweifelt und wütend!
Vogelgrippe in Waldeck-Frankenberg: Stallpflicht sorgt für Sorgen unter Züchtern und Absage geplanter Ausstellungen.

Vogelgrippe-Chaos in Frankenau: Züchter verzweifelt und wütend!
In der Region Waldeck-Frankenberg ist die Stimmung unter den Züchtern des Rassegeflügelzuchtvereins Frankenau alles andere als fröhlich. Mit der Stallpflicht, die aufgrund der Vogelgrippe verhängt wurde, sehen sich die rund 50 aktiven Mitglieder mit ernsten Herausforderungen konfrontiert. Jörg Wilhelmi, ein Mitglied des Vereins, äußert sich besorgt und bezeichnet die Situation als „absolut katastrophal“. Trotz der schweren Umstände zeigen die Züchter Verständnis für die Maßnahmen des Veterinäramts, die ergriffen wurden, um die Verbreitung des Virus zu verhindern, wie HNA berichtet.
Um den Tieren trotz der Stallpflicht ein gewisses Maß an Bewegungsfreiheit zu ermöglichen, gab es bereits Gespräche mit dem Veterinäramt. So werden Vorschläge für bauliche Veränderungen, wie Windschutznetze, diskutiert. Besonders Wassergeflügelzüchter haben Sorgen, da die Haltung im Stall für sie problematisch ist. Einige Züchter haben angekündigt, ihre Bestände kurzfristig zu reduzieren, um den Anforderungen gerecht zu werden. Parallel dazu wurde der Zugang zur Zuchtanlage für Besucher abgesperrt, eine Maßnahme, die sowohl Sicherheit als auch Hygiene gewährleisten soll.
Die Auswirkungen der Stallpflicht
Die geplante Geflügelausstellung und die Gimpeltauben-Vereinsschau am 15. und 16. November mussten abgesagt werden, eine Entscheidung, die nicht bei allen Vereinsmitgliedern auf Verständnis stößt. Wilhelmi betont dabei die Verantwortung, die sie für die Tiere tragen, und die Bedeutung der täglichen Freude an der Zucht. Bislang gab es beim Rassegeflügelzuchtverein Frankenau noch keine Tötungen von Tieren, was einen finanziellen Schaden bisher ausgeschlossen hat. Allerdings wird der emotionale Schaden, den die Vogelgrippe verursacht, als gravierender eingeschätzt, so die Einschätzung in der Monatsversammlung des Vereins.
In dieser Zeit des Umbruchs ist es wichtig, dass die Züchter zusammenhalten und versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Es ist eine Herausforderung, die auch an die Grenzen des Verständnisses geht. Letztlich werden Entscheidungen getroffen, die die Zukunft der Zucht und das Wohl der Tiere betreffen. Notwendig ist es, auch in schwierigen Zeiten den Mut nicht zu verlieren und weiter nach Lösungen zu suchen.