Sicherheitsrisiko für Kinder: Schockierende Schwachstellen bei Xplora-Uhren!
Sicherheitsforscher der TU Darmstadt enthüllen Schwachstellen in Xplora-Kinder-Smartwatches auf dem 38C3 in Hamburg, Sicherheitsupdate geplant.

Sicherheitsrisiko für Kinder: Schockierende Schwachstellen bei Xplora-Uhren!
In einer spannenden Präsentation während des 38. Chaos Communication Congress in Hamburg haben Sicherheitsforscher der TU Darmstadt besorgniserregende Schwachstellen in Smartwatches des Herstellers Xplora aufgezeigt. Diese Geräte erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, insbesondere bei Familien, die ihren Kindern den Zugang zur digitalen Welt erleichtern möchten. Über 1,5 Millionen dieser Uhren sind bereits in Europa im Einsatz, doch die versprochenen Sicherheitsmerkmale geraten nun in die Kritik.
IT-Daily berichtet, dass die Smartwatches für Kinder mit Funktionen wie Kontaktbeschränkungen und einer Ortungs-App beworben werden. Eltern haben die Möglichkeit, den Standort ihrer Kinder in Echtzeit zu verfolgen. Professor Matthias Hollick, der an der TU Darmstadt das Fachgebiet Sichere Mobile Netze (SEEMOO) leitet, erklärt, dass immer mehr Eltern diese Uhren nutzen, da sie Sicherheit und Spielspaß versprechen.
Sicherheitsmängel im Detail
Im Rahmen seiner Masterarbeit analysierte der Forscher Malte Vu ein aktuelles Modell der Xplora-Smartwatch. Dabei gelang es ihm, den Entwicklermodus der Uhr zu aktivieren und die Software auszulesen. Das Ergebnis: Ein einzelner kryptografischer Schlüssel gibt unbefugten Dritten weitreichenden Zugriff auf alle Geräte desselben Modells. Damit können Angreifer nicht nur private Chats, Bilder und Sprachnachrichten einsehen, sondern auch im Namen der Kinder Nachrichten versenden und Standortdaten manipulieren.
Die alarmierenden Resultate wurden Xplora bereits im Mai 2025 mitgeteilt. In den darauf folgenden Monaten wurden erste Verbesserungsmaßnahmen implementiert, jedoch ohne die grundlegenden Sicherheitsprobleme zu beheben. Diese Mängel haben die Aufmerksamkeit des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf sich gezogen. Die Behörde wurde mittlerweile involviert, um die Sicherheit dieser Produkte zu überprüfen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.
Ausblick auf Sicherheitsupdates
In einem ersten Schritt kündigte Xplora ein umfassendes Sicherheitsupdate für Januar 2026 an. Zudem plant das Unternehmen eine Überarbeitung seines Programms zur Meldung von Sicherheitslücken. Hollick unterstreicht die Bedeutung unabhängiger Sicherheitsüberprüfungen für digitale Geräte, insbesondere solche, die für Kinder gedacht sind. Die Sicherheit von Kindern im digitalen Raum muss oberste Priorität haben.
Die Ergebnisse der Forschung könnten nicht nur für Xplora, sondern auch für andere Hersteller von Kinder-Smartwatches entscheidend sein. Gerade in der Vorweihnachtszeit, wenn viele Familien ihren Kindern solche Geräte schenken, ist es wichtig, sich der Sicherheitsaspekte bewusst zu sein. Die Sicherheit von Daten und Privatsphäre darf nicht auf der Strecke bleiben, während die kleinen Abenteurer in die digitale Welt eintauchen.
So bleibt zu hoffen, dass Xplora und andere Hersteller die Gelegenheit nutzen, um nicht nur ihre Produkte zu verbessern, sondern auch das Vertrauen der Eltern in die Sicherheit der digitalen Begleiter ihrer Kinder zurückzugewinnen.
Für weitere Informationen und umfassende Berichte, siehe die Artikel auf All About Security und Digital Week.