Einbruch in Gelsenkirchen: Experten raten zur sicheren Aufbewahrung!

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Nach dem spektakulären Einbruch in Gelsenkirchen: Experten raten zur Sicherheit und Versicherung von Bankschließfächern im Wetteraukreis.

Nach dem spektakulären Einbruch in Gelsenkirchen: Experten raten zur Sicherheit und Versicherung von Bankschließfächern im Wetteraukreis.
Nach dem spektakulären Einbruch in Gelsenkirchen: Experten raten zur Sicherheit und Versicherung von Bankschließfächern im Wetteraukreis.

Einbruch in Gelsenkirchen: Experten raten zur sicheren Aufbewahrung!

In den letzten Tagen wird der Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen stark diskutiert. Unbekannte Täter knackten dort rund 3200 Bankschließfächer und entwendeten Wertgegenstände im dreistelligen Millionenbereich. Ein krasser Fall, der die Branche aufhorchen lässt und die Sicherheitsstandards in Banken erneut ins Rampenlicht rückt. FNP berichtet, dass die Sparkasse Oberhessen den Kunden nun empfiehlt, besonders auf die Sicherheit ihrer Schließfächer zu achten und gegebenenfalls zusätzliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

In Friedberg und Bad Nauheim ist der Zugang zu den Schließfächern rund um die Uhr möglich. Besonders in Bad Nauheim sind die freien Fächer rar, während in Friedberg noch etwa 100 zur Verfügung stehen. Die Sparkasse empfiehlt dringend, eine Inventarliste der Inhalte zu führen und diese sicher außerhalb des Schließfachs aufzubewahren. Das macht Sinn, denn die Bank hat keinen Einblick in den Inhalt der Schließfächer, die oft mit Erbstücken, Schmuck oder Dokumenten befüllt sind.

Sichern und Versichern – Was ist wichtig?

Eine besonders wichtige Frage ist, ob Schließfächer ausreichend gegen Verlust versichert sind. Guido Lenné, ein Fachanwalt für Bankenrecht, hebt hervor, dass viele Kunden häufig irrtümlich glauben, die Bank trage die volle Verantwortung für den Inhalt. Fakt ist: Die Deckungssummen im Mietvertrag sind oft im Kleingedruckten zu finden. WDR erläutert, dass Banken zwar kostenpflichtige Zusatzversicherungen anbieten, Kunden aber nicht verpflichtet sind, diese zu akzeptieren. Oft gibt es bessere Optionen außerhalb der Bank, wie etwa spezielle Schließfach-Policen von Versicherungsgesellschaften.

Um im Schadensfall auf der sicheren Seite zu sein, sollten Kunden eine aktuelle Bestandsliste führen und wichtige Dokumente, Bilder von Wertgegenständen sowie Kaufbelege außerhalb des Schließfachs aufbewahren. Insbesondere Bargeld sollte mit all seinen Details, wie Stückelung und Einlagerungszeitpunkt, sorgfältig dokumentiert werden. Hier wäre es sinnvoll, einen Freund als Zeugen für die Einlagerung hinzuzuziehen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Tipps zur sicheren Nutzung von Bankschließfächern

Bei der Nutzung von Bankschließfächern gibt es einige praktische Tipps zu beachten, um sich bestmöglich abzusichern. Eric Zimdars, Pressesprecher der Sparkasse, hebt hervor, dass der Einbruch in Gelsenkirchen eine Ausnahmesituation darstellt. Trotzdem rät er dazu, gut über die Sicherheitsstandards und -maßnahmen der Bank informiert zu sein. Egal ob es sich um eine EC-Karte mit individuellem PIN oder Zugangskontrollen handelt – dies alles trägt zur Sicherheit bei. Schließfächer sind im Übrigen nicht einsehbar, was zusätzlich für Diskretion sorgt.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer den Wert seiner Sachen zu schätzen weiß und sie in einem Schließfach deponieren möchte, sollte sich gut informieren und gegebenenfalls zusätzliche Schutzvorkehrungen treffen. Klare Listen, gute Kommunikation mit der Bank und ein Sinn für die eigene Sicherheit sind die Schlüssel hierzu.