Merz warnt: Deutschlands Energiewende droht zu teuer zu werden!
Deutschland steht vor dem Bau neuer Gaskraftwerke, um die Energiewende zu unterstützen und Unternehmen zu entlasten.

Merz warnt: Deutschlands Energiewende droht zu teuer zu werden!
In Deutschland tut sich einiges im Bereich der Energiepolitik. Die Zustimmung der EU-Kommission zum Bau neuer Gaskraftwerke steht kurz bevor, was Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei einem Wirtschaftsempfang in Halle erfreulich verkündete. Diese Entscheidung könnte für viele Unternehmen ein Lichtblick sein, denn sie ist Teil einer umfassenden Strategie zur Strompreiskompensation und Zielsetzung der Bundesregierung, energieintensive Unternehmen spürbar zu entlasten. Merz bezeichnete die Kosten der deutschen Energiewende als die höchsten weltweit und forderte unumwunden Korrekturen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Welt.de berichtet, dass die neue Kraftwerkstrategie, die genehmigt werden soll, Gaskraftwerke als Backup bei unzureichender Stromversorgung durch erneuerbare Energien vorsieht.
Ein schrittweiser Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2038 soll helfen, die gesicherte Leistung nachhaltig zu reduzieren. Trotz der Bedeutung dieser Schritte hadern viele Unternehmen noch mit Investitionen. Es bedarf nun der Zustimmung der EU-Kommission, um die staatlichen Förderungen in Milliardenhöhe für den Bau neuer Gaskraftwerke einzuleiten. Diese dürfen vorerst weiterhin Gas nutzen, um eine verlässliche Energieversorgung zu garantieren.
Industriestrompreis als Entlastung
Ein weiteres zentrales Thema ist der geplante Industriestrompreis, der Unternehmen helfen soll, in klimafreundlichere Produktion zu investieren. Die Bundesregierung und die EU-Kommission haben ein Unterstützungssystem ins Leben gerufen, das einen Nachlass von bis zu 50 % auf den Großhandelsstrompreis vorsieht. Tagesschau.de informiert, dass dieser subventionierte Strompreis nur für Unternehmen mit hohem Strombedarf und starker internationaler Handelsverflechtung zur Verfügung steht und zeitlich befristet ist, maximal drei Jahre pro Unternehmen. Diese Maßnahme ist als „Brückenhilfe“ gedacht, um den Übergang zur Klimaneutralität zu erleichtern und die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere der energieintensiven Branchen wie Chemie und Stahl zu sichern.
Die Situation zeigt sich auch in den letzten Produktionszahlen dieser Industrien, die seit Anfang 2022 nahezu durchgehend rückläufig sind. Es stehen Unternehmen auf der Kippe, die auf eine Unterstützung durch Beihilfen setzen, um nicht im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden. Der Industriestrompreis könnte hier ein entscheidender Faktor sein, um einer drohenden Abwanderung entgegenzuwirken.
Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise
Die EU-Kommission hat weitere Aktionen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Europa ins Auge gefasst. Laut Bundeswirtschaftsministerium.de wird ein „Clean Industrial Deal“ vorgestellt, der die Transformation und Dekarbonisierung der europäischen Wirtschaft fördern soll. Unter anderem sollen die Energiepreise stabilisiert und gesenkt werden, was für Unternehmen von großer Bedeutung ist. Aspekte wie eine schnellere Genehmigung von Projekten und der Ausbau grenzüberschreitender Infrastrukturen sind Teil dieser Strategie.
Die übergreifenden Maßnahmen zielen darauf ab, eine bezahlbare, nachhaltige und verlässliche Energieversorgung zu gewährleisten. Dabei wird deutlich, dass die Herausforderungen der Energiewende und der Klimaschutz gleichzeitig vorangetrieben werden müssen, um Europa als Wirtschaftsstandort nicht nur zu erhalten, sondern auch zu stärken.
Abschließend bleibt zu hoffen, dass die bevorstehenden Entscheidungen und Maßnahmen nicht nur für die Industrie, sondern auch für die breite Öffentlichkeit spürbare Verbesserungen bringen. Schließlich wird die Zukunft nicht nur in den Händen weniger Akteure liegen, sondern erfordert das Engagement aller, um eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Lösung für die Energiefragen des Landes zu finden.