Gefährliche Ignoranz: So steht es um den Brandschutz in Göttinger Clubs!

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Göttingen diskutiert Brandschutz in Clubs nach Katastrophe in der Schweiz. Feuerwehr empfiehlt Schulungen für Betreiber und Personal.

Göttingen diskutiert Brandschutz in Clubs nach Katastrophe in der Schweiz. Feuerwehr empfiehlt Schulungen für Betreiber und Personal.
Göttingen diskutiert Brandschutz in Clubs nach Katastrophe in der Schweiz. Feuerwehr empfiehlt Schulungen für Betreiber und Personal.

Gefährliche Ignoranz: So steht es um den Brandschutz in Göttinger Clubs!

Die schreckliche Brandkatastrophe in Crans Montana, Schweiz, bei der mindestens 40 Menschen ums Leben kamen, wirft Fragen zur Brandsicherheit in Clubs und Diskotheken auf. Diese Sorgen sind nicht unbegründet, denn die Situation in vielen Clubs ist nicht immer optimal. Göttinger Tageblatt berichtete über die aktuellen Diskussionen in Göttingen, wo die Berufsfeuerwehr alle drei Jahre gezielte Begehungen in Clubs mit mehr als 100 Besuchern durchführt. In Niedersachsen gelten spezielle Brandschutzauflagen für Versammlungsstätten ab dieser Besucherzahl.

Die Kontrolle der Rettungswege steht dabei im Mittelpunkt. Es sind häufig Probleme zu beobachten, wie etwa Keile unter Brandschutztüren oder Kartons, die einem schnellem Zugang im Notfall im Weg stehen. Jedes Lokal hat dabei die Pflicht, mindestens zwei Ausgänge zu haben, um im Ernstfall schnell zu evakuieren. Grundsätzlich sind die baulichen Gegebenheiten in Göttinger Clubs meist solide, doch es wird auf ein weit größeres Problem hingewiesen: die Unkenntnis der Menschen über richtiges Verhalten im Brandfall.

Aufklärung und Schulungen notwendig

Die Sensibilisierung der Clubbetreiber sowie Schulungen für Mitarbeiter sind entscheidend. Videos haben häufig gezeigt, dass Menschen in den entscheidenden Momenten bei Bränden nicht reagieren. Dabei ist ein durchdachtes Brandschutzkonzept von höchster Bedeutung. Brandschutzkonzept Fachplaner hebt hervor, dass ein effektives Konzept nicht nur gesetzlichen Vorgaben entspricht, sondern moralisch notwendig ist. Vor allem in Diskotheken, wo große Menschenmengen und komplexe Räumlichkeiten aufeinandertreffen, ist dies besonders wichtig.

Zu den Grundlagen eines effektiven Brandschutzkonzepts gehören immer klare Notausgänge, die jederzeit zugänglich sind, sowie Brandmeldeanlagen zur frühzeitigen Erkennung von Bränden. Auch Feuerlöscher müssen immer ausreichend vorhanden und gut erreichbar sein. Regelmäßige Schulungen des Personals und die Auslegung von Flucht- und Rettungswegplänen sind zentral, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen.

Risiken minimieren durch Prävention

Die Probabilität eines ähnlichen Vorfalls wie in der Schweiz wird in Göttingen zwar als gering eingeschätzt, dennoch bleibt bei den zuständigen Behörden ein gewisses Fehlverhalten in der Handhabung von Brandschutzmaßnahmen zu erkennen. Ein weiteres Problem ist der sehr seltene Einsatz von Pyrotechnik, der ohne Genehmigung der Berufsfeuerwehr streng verboten ist. Interessanterweise stellen überhitzte Scheinwerfer in der heutigen Zeit von LED-Technik kaum noch ein Risiko dar.

Zusammengefasst zeigt sich, dass die Stadt Göttingen in punkto Brandschutz im Nightlife-Bereich zwar gut aufgestellt ist, dennoch weiterhin Aufmerksamkeit auf die Sensibilisierung und Ausbildung gelegt werden muss. Nur so können künftige Tragödien wirkungsvoll verhindert werden.