Sozialgericht Lüneburg: Klagen jetzt bequem per Videoanruf möglich!
Das Sozialgericht Lüneburg bietet nun als erstes Gericht in Niedersachsen eine Online-Rechtsantragstelle an, die Bürgern Klagen und Anträge ohne persönlichen Besuch ermöglicht.

Sozialgericht Lüneburg: Klagen jetzt bequem per Videoanruf möglich!
Das Sozialgericht Lüneburg hat die rechtlichen Abläufe in Niedersachsen revolutioniert: Ab sofort ist es das erste Gericht im Bundesland, das eine Online-Rechtsantragstelle anbietet. Diese Neuerung ermöglicht es Bürgerinnen und Bürgern, Anliegen bequem und unkompliziert per Videoanruf zu klären. Dadurch wird der persönliche Gang ins Gericht überflüssig, was viele Vorteile mit sich bringt. NDR berichtet, dass damit nicht nur lange Anfahrtswege, sondern auch körperliche Einschränkungen umgangen werden können.
Vorher mussten Betroffene persönlich im Gericht erscheinen, um Klagen zu erheben, Anträge zu stellen oder Erklärungen abzugeben. Die anfallenden mündlichen Angaben wurden bis dato von den Gerichtsbeschäftigten schriftlich festgehalten. Nun haben die Bürger die Möglichkeit, ohne Anwalt zu arbeiten – einfach, schnell und direkt. Der stellvertretende Geschäftsleiter des Sozialgerichts, Niklas Bretsch, hebt hervor, dass dies besonders für Menschen mit langen Anreisen oder gesundheitlichen Herausforderungen von großem Nutzen ist. Weiterführende Informationen zur neuen Regelung sind direkt auf der Webseite des Gerichts einsehbar.
Flexibilität und Modernisierung
Die Einführung der Online-Rechtsantragstelle wurde durch eine Gesetzesänderung, die im Jahr 2024 in Kraft trat, möglich gemacht. Mike Witt, Direktor des Sozialgerichts Lüneburg, sieht diese Entwicklung als Teil einer umfassenden Modernisierungsagenda des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung. Die Justiz in Niedersachsen geht damit mit der Zeit und sorgt für eine einfachere Zugänglichkeit rechtlicher Dienstleistungen.
Die Terminvergabe für einen Videoanruf erfolgt bequem per E-Mail oder telefonisch, was zusätzliche Flexibilität für die Nutzer bietet. Zudem wird jeder Vorgang digital erfasst, sodass die Bearbeitung der Anträge effizient und nachvollziehbar bleibt.
Künstliche Intelligenz als Unterstützung
Ein weiterer spannender Aspekt ist die Entwicklung eigener KI-Tools durch die niedersächsische Justiz. Ein erstes Programm wird bereits in echten Fällen eingesetzt, um die Abläufe weiter zu optimieren. Auch die Stadtverwaltung arbeitet an einem eigenen KI-Tool, das die Effizienz in der Verwaltung fördern soll. Der Schritt Richtung Digitalisierung zeigt, dass der Bereich der Justiz sich nicht versteckt, sondern aktiv an der Verbesserung der Bürgerdienste arbeitet.
Für alle, die das Angebot der Online-Rechtsantragstelle des Sozialgerichts Lüneburg nutzen möchten, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Terminvereinbarung offen. So wird der Zugang zur Justiz nun auch in Zeiten von digitalen Kommunikationsmitteln effizienter gestaltet. In diesem Sinne: Ein guter Tag für die Rechtsanträge in Niedersachsen!