Waffenverbot: Abgabe von Zombie-Messern bis Dezember dringend nötig!
Neue Waffengesetze in Frankreich: Abgabe verbotener Waffen bis zum 7. Dezember 2025, um Jugendgewalt zu bekämpfen.

Waffenverbot: Abgabe von Zombie-Messern bis Dezember dringend nötig!
Die Debatte über Waffenbesitz und -kontrolle ist in Frankreich so aktuell wie nie. Am 7. Dezember 2025 endet eine wichtige Frist, bis zu der alle Eigentümer von gefährlichen Klingenwaffen diese bei der Polizei oder Gendarmerie abgeben müssen. Andernfalls drohen ihnen drastische Konsequenzen: bis zu fünf Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 75.000 Euro. Diese Maßnahmen sind Teil eines neuen Dekrets (n°2025-894), das am 5. September 2025 erlassen wurde und bestimmte Waffen wie „Zombie“-Messer und amerikanische Schlagringe als Kategorie A1 klassifiziert, was ihren Besitz und Verkauf strikt verbietet. France3 berichtet, dass diese Regelung vor allem die Sicherheit von Jugendlichen in Schulen und öffentlichen Räumen schützen soll.
Die politische Diskussion wird nicht nur durch Gesetze, sondern auch durch besorgniserregende Statistiken untermauert. Laut Naïma Moutchou, der Vizepräsidentin der Nationalversammlung, ist die Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen in Frankreich ein Thema, das immer mehr regionalen und sozialen Einfluss gewinnt. Sie stellte fest, dass zwischen 2016 und 2023 etwa 20% der Verhafteten wegen Waffenbesitz Minderjährige waren, was jährlich rund 3.000 betroffenen Jugendlichen entspricht. Das Tragen von Klingenwaffen unter dieser Altersgruppe hat sich zu einem verbreiteten Phänomen entwickelt, das durch ein hohes Maß an Unsicherheit und soziale Spannungen bedingt ist. Moutchou empfiehlt auch, mehr Videokameras in Schulen einzusetzen, um der Gewalt entgegenzuwirken. Franceinfo widmet sich der Thematik der Waffenbesitzrate bei Minderjährigen, sodass das Bewusstsein für das Problem weiter geschärft wird.
Regeln und Fristen
Das Dekret sieht detaillierte Abgabefristen vor. Privatpersonen haben bis zum 7. Dezember 2025 Zeit, ihre verbotenen Waffen abzugeben. Geschäfte, die derartige Waffen verkaufen, müssen bis zum 7. März 2026 ihre Bestände bereinigen. Der Verkauf und Besitz von Waffen, die zur Kategorie D gehören, ist unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Besonders wichtig ist das Verbot, Waffen an Minderjährige zu verkaufen. Bei Verstößen gegen diese Regeln drohen hohe Strafen.
Die Statistiken sind alarmierend: Zwischen 2019 und 2023 waren zwischen 16% und 23% der Personen, die wegen Waffendelikte angeklagt wurden, Minderjährige. Besonders erschreckend ist, dass Messer in den meisten Fällen bei Straftaten aus der Jugendkriminalität verwendet werden – 57% aller Tötungsdelikte, die von Minderjährigen begangen werden, involvieren Klingenwaffen. Dies zeigt auf, dass die Bekämpfung von Waffengewalt unter Jugendlichen unabdingbar ist, um zukünftige Vorfälle zu verhindern.
Prävention und gesellschaftliche Verantwortung
Die neuen Regelungen und Berichte rufen ein starkes Bewusstsein in der Gesellschaft hervor. Die Herausforderung ist nicht nur gesetzlicher Natur, sondern erfordert auch eine Auseinandersetzung mit den uferlosen Problemen, die zur Waffengewalt führen. Moutchou hebt hervor, dass es keinen einheitlichen Grund für den Waffenbesitz unter Jugendlichen gibt; viele tragen Waffen, um sich zu verteidigen oder in gewalttätigen Konflikten nicht unterlegen zu sein. Es bestehen ernsthafte Bedenken über die psychologische Gesundheit von Jugendlichen, die in einem Umfeld leben, wo Gewalt ein Mittel zur Konfliktlösung wird.
In Anbetracht der Verbreitung von Waffen und des Risikos, das davon ausgeht, stimmen wir dem Aufruf zur gesellschaftlichen Verantwortung zu. Es liegt an Eltern, Schulen und der gesamten Gemeinschaft, Präventionsarbeit zu leisten und den Jugendlichen Alternativen zur Gewalt aufzuzeigen. Dies ist entscheidend für die zukünftige Sicherheit und das Wohl unserer Gesellschaft.