Neuer Genuss aus Eldingen: Hofmolkerei stärkt regionale Wirtschaft!
Uelzen fördert mit LEADER-Programm die Hofmolkerei in Eldingen, stärkt regionale Wirtschaft und Lebensqualität.

Neuer Genuss aus Eldingen: Hofmolkerei stärkt regionale Wirtschaft!
In den ländlichen Regionen Deutschlands tut sich so einiges – wie das Beispiel der Hofmolkerei von Johanna Niemann in Eldingen zeigt. Diese innovative Initiative wurde im Rahmen des EU-Förderprogramms LEADER ins Leben gerufen und setzt auf regionale Wertschöpfung sowie nachhaltige Stärkung der Wirtschaft. Das Programm zielt darauf ab, die Lebensqualität im ländlichen Raum zu verbessern und die regionale Wirtschaft zu fördern. Laut Land und Forst wurde das Projekt in der LEADER-Region Lachte-Lutter-Oker umgesetzt und sorgt damit für frischen Wind und neue Perspektiven in der Agrarlandschaft.
Die Hofmolkerei, die sich in der Apfelallee im Landkreis Celle befindet, überzeugt mit einem durchdachten Konzept. Durch den Einsatz einer modularen und skalierbaren Containerlösung und der Nutzung von Abwärme aus einer Biogasanlage wird nicht nur die Milch vom Milchhof Niemann nachhaltig verarbeitet, sondern auch die regionale Wirtschaft belebt. Digitale Technologien werden geschickt mit traditionellem Käsehandwerk kombiniert, wodurch innovative Produkte entstehen. Diese modernen Ansätze zeigen, dass es nicht nur um handwerkliches Geschick geht, sondern auch um die Nutzung zeitgemäßer Technologien, um effizienter und umweltbewusster zu arbeiten.
Nachhaltigkeit im Fokus
Ein zentrales Anliegen der Hofmolkerei ist die Förderung einer Kreislaufwirtschaft. Kurz gesagt: Wo immer möglich, werden Wege verkürzt und Ressourcen geschont. Die Vermarktung der Produkte erfolgt über verschiedene regionale Verkaufsstellen, wie Hofläden, Verkaufsautomaten, Wochenmärkte und Gastronomiebetriebe. Dies unterstützt nicht nur die Grund- und Nahversorgung, sondern stärkt auch die dörflichen Strukturen und das Gemeinschaftsgefühl vor Ort.
Die Direktvermarktung sorgt dafür, dass die Menschen in der Region Zugang zu hochwertigen, regionalen Lebensmitteln haben und gleichzeitig die Identifikation mit ihrer Heimat gefördert wird. Dies hat nicht nur positive Auswirkungen auf den Warenverkehr, sondern auch auf den Tourismus, der von authentischen, lokalen Produkten profitiert. In Zusammenarbeit mit der RegioMotion Beratungs GmbH wurde dieses vielversprechende Konzept entwickelt, was zeigt, wie wichtig strategische Partnerschaften in der Region sind.
LEADER und seine Möglichkeiten
Doch was genau steckt hinter dem LEADER-Programm? Es handelt sich um ein EU-Regionalentwicklungsprogramm, das lokale Aktionsgruppen (LAGs) unterstützt, um gemeinsam an regionalen Entwicklungskonzepten zu arbeiten. Diese Gruppen haben den Vorteil, dass sie die Herausforderungen und Potenziale ihrer Region am besten kennen. Ziel ist es, Lebens- und Wirtschaftsräume im ländlichen Raum zukunftsfähig zu gestalten. Über Baden-Württemberg hinaus wird dies in ganz Deutschland verfolgt, und die Unterstützung ist vielfältig – von der Gründung kleiner Unternehmen über Naturschutzprojekte bis hin zu Kunst- und Kulturvorhaben.
Die EU stellt für die Umsetzung dieser Projekte erhebliche Mittel zur Verfügung, was nicht nur die wirtschaftliche Lage in ländlichen Gebieten verbessert, sondern auch zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und des Klimaschutzes beiträgt. Die Anträge für Förderungen müssen über die jeweiligen Regionalmanagements der LAGs eingereicht werden, die dann über die Projektförderung entscheiden.
Insgesamt zeigt die Unterstützung der Hofmolkerei durch das LEADER-Programm, wie wichtig innovative Ansätze und lokale Partnerschaften für die Entwicklung des ländlichen Raums sind. Die Menschen sind eingeladen, sich aktiv mit ihren Projektideen an das Regionalmanagement zu wenden, um gemeinsam an einer lebendigen und nachhaltigen Zukunft zu arbeiten. Weitere Informationen dazu findet man auch auf der Website BMEL.