Demokratie unter Druck: Wüst warnt vor dem Aufstieg des Populismus!
Am 27.10.2025 sprach NRW-Ministerpräsident Wüst in Aachen über die Herausforderungen der Demokratie weltweit und betonte die Notwendigkeit von Vertrauen.

Demokratie unter Druck: Wüst warnt vor dem Aufstieg des Populismus!
Die Diskussion über den Zustand der Demokratie hat in den letzten Jahren an Brisanz gewonnen, und das wurde eindrucksvoll beim Aachener Krönungsmahl deutlich. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst sprach am 27. Oktober 2025 über die Herausforderungen, denen unsere demokratischen Strukturen heute gegenüberstehen. Er stellte klar, dass das Vertrauen in den Staat neu wachsen müsse, um dem zunehmenden Populismus entgegenzuwirken. „Der neue Systemkonflikt heißt Demokratie versus Autokratie“, betonte Wüst und beschrieb die gegenwärtige Lage als eine „Zeitenwende“ für die Demokratie in Europa und darüber hinaus, wie antenneac.de berichtet.
Das Krönungsmahl, ein traditionelles Event zur Unterstützung des Aachener Rathauses, hat in den letzten Jahren eine beachtliche Summe von rund zwei Millionen Euro für den Erhalt des historischen Gebäudes gesammelt. Michael Ziemons, der designierte Nachfolger der Oberbürgermeisterin Keupen und Vorsitzender des Rathausvereins, begrüßte die Gäste bei dieser Gelegenheit.
Der Druck auf die Demokratie global
Beim Blick auf die weltweite politische Landschaft wird deutlich, dass Demokratien zunehmend unter Druck geraten. Eine Analyse zeigt, dass im vergangenen Jahrhundert autokratische Regime in der Überzahl waren. Allerdings begann der Abwärtstrend der Autokratien nach dem Zweiten Weltkrieg, und der Zerfall der Sowjetunion in den 1990er Jahren beschleunigte diesen Prozess. Im Jahr 2022 waren Autokratien und Demokratien nahezu gleichauf und der Trend, den Populismus zuzulassen, lässt die Sehnsucht nach stabilen, vertrauenswürdigen Regierungen steigen, so Statista.
Populismus ist ein Phänomen, das sich durch eine klare Trennung zwischen einem „wahren Volk“ und den „korrupten Eliten“ auszeichnet. In der aktuellen politischen Situation sind die liberalen Demokratien unter Druck geraten, während die Anzahl der Wahldemokratien und geschlossenen Autokratien zugenommen hat. Dies wirft die Frage auf, wie das Vertrauen in demokratische Institutionen wiederhergestellt werden kann.
Das Vertrauen der Bürger in die Demokratie
Eine aktuelle Studie des Demokratie-Monitors der Universität Hohenheim zeigt, wie die Bevölkerung in Deutschland die aktuelle Situation wahrnimmt. Von den 4.057 Befragten glauben 25%, dass Politik von „geheimen Mächten“ gesteuert wird. Interessanterweise sind 20% überzeugt, dass die Massenmedien die Bevölkerung „systematisch belügen“ und 17% vertreten ein populistisches Weltbild. Besonders auffällig ist, dass der höhere Anteil an Populisten im Osten Deutschlands (28%) im Vergleich zum Westen (15%) zu finden ist, wie tagesschau.de berichtet.
Die Unzufriedenheit mit der Demokratie auf Bundesebene hat merklich zugenommen – zwischen 2021 und 2025 sank die Zufriedenheit um 21 Prozentpunkte. Der Demokratie-Monitor zeigt auch, dass 14% der Befragten Deutschland mehr als eine Diktatur denn als Demokratie betrachten. In Ostdeutschland liegt dieser Wert sogar bei 24%. Gründe für das wachsende Misstrauen sind unter anderem die Unzufriedenheit mit der aktuellen Bundesregierung und die Befürchtungen, dass inklusive der regierenden Parteien das Volk betrügen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die aktuellen gesellschaftlichen Strömungen deuten darauf hin, dass sich die Demokratie nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit in einem kritischen Zustand befindet. Die Worte von Hendrik Wüst beim Aachener Krönungsmahl sind ein eindringlicher Appell an alle, sich für die Werte der Demokratie einzusetzen und das notwendige Vertrauen wiederherzustellen.