Soziale Medien: Junge Erwachsene kämpfen mit Suchtgefahren!

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Neue Studie zeigt, dass fast die Hälfte der jungen Erwachsenen in Deutschland suchtartige Symptome durch soziale Medien zeigt.

Neue Studie zeigt, dass fast die Hälfte der jungen Erwachsenen in Deutschland suchtartige Symptome durch soziale Medien zeigt.
Neue Studie zeigt, dass fast die Hälfte der jungen Erwachsenen in Deutschland suchtartige Symptome durch soziale Medien zeigt.

Soziale Medien: Junge Erwachsene kämpfen mit Suchtgefahren!

In der heutigen Welt ist die Nutzung von Sozialen Medien fest in unserem Alltag verankert. Ein aktueller Bericht von Deutschlandfunk betont, dass 96 Prozent aller Deutschen ab 18 Jahren diese digitalen Plattformen nutzen. Insbesondere jüngere Altersgruppen weisen hohe Werte in Bezug auf suchtartige Symptome auf, wobei beinahe jeder zweite unter 20-Jährige betroffen ist. Bei 20- bis 39-Jährigen zeigt rund ein Drittel Anzeichen problematischer Nutzung, was gravierende Folgen für die psychische Gesundheit und den Alltag haben kann. Die durchschnittliche Online-Zeit beläuft sich auf beachtliche drei Stunden und 18 Minuten pro Tag, wobei unter 20-Jährige sogar gut vier Stunden täglich in den Sozialen Medien verbringen.

Spätestens hier stellt sich die Frage: Was bedeutet dies für die Jugendlichen? Eine Untersuchung der World Health Organization (WHO) zeigt, dass 11 Prozent der Jugendlichen Anzeichen eines problematischen Verhaltens im Umgang mit sozialen Medien zeigen. Besonders betroffen sind hier Mädchen mit 13 Prozent im Vergleich zu 9 Prozent bei Jungen. Dies erweist sich als besorgniserregend, insbesondere wenn 36 Prozent der Jugendlichen ständig online mit Freunden in Kontakt stehen, und 34 Prozent regelmäßig digitale Spiele spielen, wovon 22 Prozent an Spieltagen mindestens vier Stunden vor dem Bildschirm verbringen. Solche Verhaltensweisen tragen zur Gefährdung des seelischen Wohlbefindens bei und können sich negativ auf den schulischen und sozialen Alltag auswirken.

Die Rolle von Medienkompetenz

Ein weiterer Aspekt, der in der Diskussion um Soziale Medien nicht fehlen darf, ist die Bedeutung von Medienkompetenz. Ein Bericht der Bundeszentrale für politische Bildung zeigt, dass 95 Prozent der 12- bis 19-Jährigen täglich das Internet nutzen, überwiegend über Smartphones, die inzwischen nahezu omnipräsent sind. Die beliebtesten Plattformen unter den Jugendlichen sind Instagram, TikTok und YouTube. Diese sozialen Netzwerke spielen nicht nur eine Rolle bei der Orientierung der eigenen Identität, sie fördern auch soziale Bindungen zu Gleichaltrigen. Dabei ist zu beachten, dass die ständige Verfügbarkeit neuer Inhalte und die Anerkennung durch Likes und Kommentare ein Wettbewerb um Aufmerksamkeit schaffen, der fatal enden kann.

Die WHO hat bereits auf die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen hingewiesen. Dr. Hans Henri P. Kluge fordert verstärkte Anstrengungen, um mehr in gesundheitsfördernde schulische Umgebungen und evidenzbasierte Programme zu investieren. Außerdem sollten Eltern und Lehrer Unterstützungsangebote erhalten und gemeinsam mit Jugendlichen offene Dialoge über digitales Wohlbefinden führen. Es ist wichtig, dass Jugendliche lernen, verantwortungsvoll mit ihren Online-Aktivitäten umzugehen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Herausforderungen und Chancen

Die Herausforderung besteht nicht nur darin, problematisches Verhalten zu erkennen, sondern auch aktiv dagegen vorzugehen. Frühere Studien belegen, dass problematische Nutzer häufig unter einem geringeren seelischen und sozialen Wohlbefinden leiden und mit niedrigeren schulischen Leistungen kämpfen müssen. Um dem entgegenzuwirken, brauchen Jugendliche altersgerechte, geschlechtersensible und kulturell angepasste Programme. Plattformanbieter stehen in der Verantwortung, Altersüberprüfungen einzuführen und gefährliche Inhalte rigoros zu moderieren.

Letztlich ist es entscheidend, eine Balance zwischen der Nutzung Sozialer Medien und dem Erhalt der mentalen Gesundheit zu finden. Nur durch einen offenen Austausch und durch Bildung kann künftigen Generationen der Umgang mit digitalen Medien nähergebracht werden. Schließlich sind Soziale Medien so tief in der Lebenswelt Jugendlicher integriert, dass ein vollständiger Verzicht nicht möglich sein wird. Immerhin birgt die digitale Welt auch Vorteile, wie die Möglichkeit zur sozialen Unterstützung durch Gleichaltrige.

In einer Zeit, in der fast jeder zweite junge Erwachsene Anzeichen von Suchterscheinungen zeigt, sind Maßnahmen zur Stärkung der Medienkompetenz und zur Sensibilisierung für die Herausforderungen, die mit dem digitalen Leben verbunden sind, unerlässlich. Hier gilt es, ein gutes Händchen zu beweisen, damit auch künftige Generationen sicher durch die digitale Welt navigieren können.