Festnahme in Dortmund: Reichsbürger plant Mordanschläge auf Politiker!
Am 11.11.2025 wurde in Dortmund ein mutmaßlicher Rechtsextremist der "Reichsbürger"-Szene festgenommen, der Mordanschläge plante.

Festnahme in Dortmund: Reichsbürger plant Mordanschläge auf Politiker!
Heute, am 11. November 2025, gab es in Dortmund einen schockierenden Vorfall. Die Bundesanwaltschaft hat einen 49-jährigen mutmaßlichen Rechtsextremisten aus der sogenannten „Reichsbürger“-Szene festgenommen. Dieser wurde verdächtigt, Mordanschläge auf Politiker geplant zu haben. Laut Tagesschau hatte der Mann sogar eine Webseite im Darknet ins Leben gerufen, die den Titel „Politiker-Ermordung“ trug und zur Koordination von Mordaufträgen diente. Die Seite ist mittlerweile vom Bundeskriminalamt abgeschaltet worden.
Besonders beunruhigend ist, dass der Beschuldigte seine Absichten auf dieser Plattform auch klar äußerte: Er plante, Geld von Gleichgesinnten im Darknet zu sammeln, um Attentäter zu bezahlen. Durch solche Aktivitäten ist er als Demokratiefeind eingestuft worden und steht in direktem Zusammenhang mit der extremistischen Ausrichtung der Reichsbürgerbewegung. Seit 2020 war er den Sicherheitsbehörden bereits bekannt – unter anderem wegen Widerstandsaktionen während der Corona-Proteste. Generalbundesanwalt Jens Rommel sieht den Fall als bedeutende Angelegenheit an und hat das Ermittlungsverfahren übernommen.
Ein Netz der Extremisten
Doch wer sind diese Reichsbürger:innen? Die Szene ist nicht nur vielfältig in ihren Ideologien, sondern auch gespalten in ihren Umsetzungsstrategien. Einige Anhänger glauben an die Fortexistenz des Deutschen Reiches von 1871, während andere uneins darüber sind, wie ihre Ziele zu erreichen sind. Laut bpb sehen wir in dieser Bewegung einen besorgniserregenden Trend: Durch die Corona-Pandemie und das Internet haben sie an Einfluss gewonnen und sich mit der Querdenker-Bewegung verbunden.
Ein prominentes Ereignis in der Szene war das große Treffen am 6. April 2024 in Gera, das mit rund tausend Teilnehmenden stattfand. Laut Berichten umfasste es nicht nur Reden und Fahnenmärsche, sondern auch eine Pressestelle für Journalist:innen. Matthes Haug, ein einflussreicher Redner, propagierte die Ideen der Bewegung, während Heinrich XIII. Prinz Reuß, ein weiterer wichtiger Akteur, wegen eines mutmaßlichen Putschplans in Haft sitzt.
Die Gefahren der Reichsbürgerszene
Die Sicherheitsbehörden haben die Gefahren der Reichsbürger:innen lange unterschätzt. Ihre Wahrnehmung hat sich von belächelten Außenseitern zu ernstzunehmenden Akteuren gewandelt. Verschwörungserzählungen sind zentral für die Anziehungskraft dieser Bewegung. In den letzten Jahren sind deutliche Verbindungen zwischen Reichsbürger:innen und der AfD erkennbar geworden. Hier können wir mit Fug und Recht sagen: Da liegt was an für die Gesellschaft, aber auch für unsere Politiker, die durch solche extremen Ansichten bedroht werden.
Der Hinweis auf die Aktivitäten des festgenommenen Mannes kam vom Bundesamt für Verfassungsschutz. Nach der Festnahme wird er nun zum Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs nach Karlsruhe gebracht, wo über einen möglichen Haftbefehl entschieden wird. Sicher ist, dass der Umgang mit dieser gewaltbereiten Szene nicht nur eine politische, sondern auch eine gesellschaftliche Herausforderung darstellt.