E-Scooter-Unfall in Hamm: Flucht des Verursachers sorgt für Aufregung!

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Bei einem Verkehrsunfall in Hamm-Pelkum stießen ein Pedelec und ein E-Scooter zusammen. Die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls.

Bei einem Verkehrsunfall in Hamm-Pelkum stießen ein Pedelec und ein E-Scooter zusammen. Die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls.
Bei einem Verkehrsunfall in Hamm-Pelkum stießen ein Pedelec und ein E-Scooter zusammen. Die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls.

E-Scooter-Unfall in Hamm: Flucht des Verursachers sorgt für Aufregung!

Am Mittwoch, dem 2. Juli, kam es in Hamm-Pelkum zu einem Verkehrsunfall, der erneut auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam macht. Gegen 16:20 Uhr kollidierte eine 59-jährige Frau, die mit ihrem Pedelec in südlicher Richtung unterwegs war, mit einem E-Scooter-Fahrer. Letzterer kam von einem kreuzenden Radweg und beide Biker stürzten bei dem Zusammenstoß.

Der Unfall verlief zum Glück ohne schwerwiegende Folgen für die Pedelec-Fahrerin, die sich selbstständig in ärztliche Behandlung begab. Der E-Scooter-Fahrer ließ jedoch einen Zettel mit seiner Telefonnummer zurück, der sich später als falsch herausstellte. Er wird wie folgt beschrieben: ein männlicher Jugendlicher, etwa 17 bis 19 Jahre alt, zwischen 1,75 und 1,85 m groß, mit blondem Haar, in beigen kurzen Hosen, einem hellen T-Shirt und Schlappen. Hinweise zu diesem Vorfall nimmt die Polizei Hamm unter 02381 916-0 oder per E-Mail an hinweise.hamm@polizei.nrw.de entgegen. Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art, denn die Gruppen von E-Scooter-Fahrenden geraten zunehmend in den Fokus der Behörden.

Skepsis über Sicherheitslage

Die aktuellen Unfallstatistiken zeichnen ein besorgniserregendes Bild. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden im Jahr 2023 um 14 % auf 9.425 gestiegen. Besonders alarmierend: Die Zahl der Todesopfer hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt – von 11 auf 22. Ein Großteil der Unfälle ereignete sich aufgrund falscher Fahrbahnnutzung oder Alkoholeinfluss. Dies führt dazu, dass E-Scooter-Fahrende überproportional in Unfälle verwickelt sind; 66,3 % der Unfälle wurden von den Fahrenden selbst verursacht.

Die Unfallstatistik zeigt, dass 83 % der Verunglückten selbst auf dem E-Scooter saßen. Die meisten von ihnen sind jünger als 45 Jahre: Fast 80 % fallen in diese Altersgruppe, während über 41 % sogar jünger als 25 Jahre sind. Diese Zahlen verdeutlichen, dass insbesondere junge Fahrer eine große Risikogruppe darstellen.

E-Scooter als unsichere Verkehrsmittel?

Die steigende Zahl der E-Scooter ist nicht zu leugnen. Seit der Zulassung dieser Gefährte in Deutschland am 15. Juni 2019 gewinnen sie rasant an Popularität. Dennoch zeigt eine Analyse, dass E-Scooter-Unfälle nur etwa 0,6 % aller Verkehrsunfälle ausmachen, während Fahrradunfälle mit 6 % deutlich höher liegen. Dennoch sollten diese Zahlen nicht darüber hinwegtäuschen, dass 1.220 Menschen im Jahr 2023 schwer verletzt wurden – ein ernsthaftes Anliegen für die Polizei und die Verkehrssicherheitsbehörden.

Die Sicherheitsmaßnahmen für E-Scooter-Nutzer sind klar definiert: Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein, müssen, wo möglich, Fahrradwege benutzen und unterliegen einer 0,5-Promille-Grenze. Dennoch bleibt die Frage: Wie sicher ist das Fahren mit einem E-Scooter wirklich? Den aktuellen Berichten zufolge wird auch 2024 mit ähnlichen Unfallzahlen und möglichen alkoholbedingten Vorfällen gerechnet, was nicht zur Beruhigung der Öffentlichkeit beiträgt.

Die Polizei appelliert deshalb an alle Verkehrsteilnehmer, verantwortlich zu handeln und die Verkehrsregeln zu beachten. Nur so kann die Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet werden.

Für weitere Informationen über die Unfallstatistik und Sicherheit im Umgang mit E-Scootern können die Leser*innen die Berichte von news.de, destatis.de und emobility-insider.de konsultieren.