Demokratie unter Druck: Proteste gegen AfD-Veranstaltung in Bad Dürkheim!
Am 17. Januar 2026 protestieren in Bad Dürkheim zahlreiche Initiativen gegen eine AfD-Veranstaltung in der Salierhalle.

Demokratie unter Druck: Proteste gegen AfD-Veranstaltung in Bad Dürkheim!
Am Samstag, dem 17. Januar 2026, verwandelt sich Bad Dürkheim in ein Zentrum der politischen Auseinandersetzung. Die AfD hält eine Wahlkampfveranstaltung in der Salierhalle ab, die bereits im Vorfeld heftige Diskussionen auslöste. Angeführt von Christoph Glogger, dem ehemaligen Bürgermeister von Bad Dürkheim, rufen zahlreiche Organisationen und Parteien zur Protestkundgebung auf. Glogger bezeichnet die AfD als eine ernsthafte Gefahr für die Demokratie und hebt die Wichtigkeit von Vielfalt in der Gesellschaft hervor. Er betont, dass es nicht nur um eine politische Meinungsverschiedenheit geht, sondern um die Werte, auf denen unsere Gesellschaft basiert.
Die geplante Gegendemo trägt das Motto „Die Pfalz bleibt bunt“ und beginnt um 11 Uhr auf dem Wurstmarktplatz mit einem „Markt der Demokratie“. Hier werden verschiedene Stände von Initiativen, Jugendorganisationen und Kirchen aufgebaut. Auch die bekannten „Omas gegen Rechts“ und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sind mit von der Partie. Rüdiger Stein, Vorsitzender des DGB Pfalz, wird ebenfalls einige Worte gegen die AfD und ihre Forderungen zur Mitbestimmung an die Menge richten. Die Polizei in Neustadt an der Weinstraße erwartet rund 500 Teilnehmer bei dieser Gegenveranstaltung, während die AfD selbst mit 500 bis 600 Besuchern rechnet, wobei die Partei sogar über tausend Interessenten angibt.
Proteste und politischer Diskurs
Die Stadtverwaltung von Bad Dürkheim steht in der Kritik für die Genehmigung der AfD-Veranstaltung. Eine Sprecherin der Stadt betont, dass die Stadt nicht als Veranstalter auftritt und die Genehmigung nach Artikel 21 des Grundgesetzes nötig war. Die Salierhalle, in der die AfD ihre Veranstaltung ausrichtet, ist an die Salinenhotel GmbH verpachtet, die letztlich über die Vermietung entscheidet.
Der Protest gegen die AfD ist jedoch nicht nur eine einmalige Sache. Über 50 Einzelpersonen, darunter Vertreter von verschiedenen Initiativen, Parteien und Kirchen, haben sich bereits vergangenen Sonntag getroffen, um ihre Gegenbewegung zu organisieren. Es zeigt sich, dass in Bad Dürkheim eine einheitliche Front gegen das Aufeinandertreffen der AfD gebildet wird, was den Wert der Demokratie in den Mittelpunkt rückt.
Ein Blick auf die AfD
Die AfD selbst hat kürzlich ihre Wahlkampagne für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, die für März 2026 ansteht, vorgestellt und strebt die 20-Prozent-Marke an. Zu den Themenschwerpunkten gehören die Forderungen nach einer schärferen Migrationspolitik oder die Rückkehr zur Atomenergie. Auch die prominenten Köpfe der Partei, darunter Alice Weidel und Tino Chrupalla, kündigten Großveranstaltungen in der Region an.
In diesem Kontext ist es auch interessant zu erwähnen, dass Nicolaus Fest, eine umstrittene Figur innerhalb der AfD, mittlerweile kein Mitglied der Partei mehr ist. Dies berichtet unter anderem das ZDF, das auf die internen Streitigkeiten in der Partei hinweist. Fest hatte im vergangenen Jahr seinen Mitgliedsausweis zurückgelegt und sprach von möglichen Intrigen gegen ihn innerhalb der AfD. Solche Spannungen innerhalb der Partei könnten einen Einfluss auf die bevorstehenden Veranstaltungen und die allgemeine Wahrnehmung der AfD haben.
Die Situation rund um die Wahlkampfveranstaltung in Bad Dürkheim bleibt also spannend. Der Dialog zwischen verschiedenen politischen Lager entfaltet sich am kommenden Samstag und wird sicherlich hohe Wellen schlagen.