Falsche Vapes für Jugendliche: Polizei schlägt Alarm in Worms!
Polizei Worms kontrolliert Jugendschutz: Testkäufe zeigen Missbrauch beim Verkauf von Vapes und Nikotinbeuteln an Jugendliche.

Falsche Vapes für Jugendliche: Polizei schlägt Alarm in Worms!
In Worms steht die Einhaltung der Jugendschutz-Richtlinien derzeit unter scharfer Beobachtung. Die Polizei führte kürzlich Testkäufe durch, um den Verkauf von Altersbeschränkten Produkten zu kontrollieren. Von 24 getesteten Geschäften hielten lediglich sieben die gesetzlichen Vorgaben ein. Dies beunruhigt nicht nur die Ermittler, sondern auch die Gesundheitsbehörde, angesichts des zunehmenden Konsums von Nikotinprodukten unter jungen Menschen.
Besonders auffällig war ein Geschäft in der Innenstadt: Hier wurden den Testkäufern Vapes mit überhöhtem Nikotingehalt und ohne Steuerbanderole verkauft. Bei einer anschließenden Durchsuchung wurden zusätzlich unversteuerte Tabakprodukte und gefälschte Kopfhörer in den Wänden des Geschäfts entdeckt. Der Inhaber sieht sich nun mit einer Anzeige konfrontiert, während die Polizei weiterhin Tankstellen und Supermärkte überprüft, um den Verkauf von Produkten an Minderjährige zu unterbinden, einschließlich hochprozentigem Alkohol. Laut tagesschau.de haben solche Kontrollen an Bedeutung gewonnen, besonders angesichts alarmierender Trends im Substanzkonsum bei Jugendlichen.
Nikotinprodukte auf dem Vormarsch
Einige Studien zeigen, dass die Situation gravierender ist als gedacht. Jüngste Erhebungen berichten, dass in Deutschland der Konsum von E-Zigaretten und Nikotinbeuteln unter Kindern und Jugendlichen stetig ansteigt. Laut einem Forschungsteam der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) ist besonders der Onlinehandel besorgniserregend: Bei stichprobenartigen Bestellungen von Nikotinbeuteln über deutschsprachige Websites gab es überhaupt keine Alterskontrollen. Alle 16 Bestellungen kamen problemlos durch und zeigen, wie leicht Jugendliche Zugriff auf gesundheitsschädliche Produkte haben können. Dies wirft ein beunruhigendes Licht auf die bestehenden Jugendschutzmaßnahmen, die laut aerzteblatt.de in der Praxis oft nicht ausreichend greifen.
Die Suchtgefahr durch Nikotin ist bei Jugendlichen stark erhöht. Besorgniserregend ist auch, dass mittlerweile jeder siebte Schüler im Alter von 16 bis 17 Jahren bereits Nikotinbeutel konsumiert hat. So werden nicht nur E-Zigaretten beliebt, sondern zunehmend auch der Konsum von Nikotinbeuteln, die eine hohe Nikotinkonzentration aufweisen. Insbesondere DGP-Präsident Christian Taube schlägt Alarm und warnt vor der Entstehung einer neuen Generation von Abhängigen.
Alkoholkonsum im Jugendalter
Zusätzlich zu den Problemen mit Nikotinprodukten zeigt ein Bericht der WHO, dass auch der Alkoholkonsum unter Jugendlichen in Europa alarmierende Ausmaße annimmt. Über 50 Prozent der befragten 15-Jährigen haben bereits Alkohol konsumiert, und bei 32 Prozent wurde festgestellt, dass sie E-Zigaretten geraucht haben. Die Unterschiede zwischen Geschlechtern beim Substanzgebrauch verringern sich zunehmend, was eine neue Dimension der Herausforderung darstellt. WHO empfiehlt dringend Präventionsstrategien, um den Substanzkonsum bei Jugendlichen zu bekämpfen.
Für die Verantwortlichen ist klar, dass hier Handlungsbedarf besteht. Die Erhöhung der Verbrauchsteuern sowie eine striktere Einschränkung der Verfügbarkeit von Nikotin- und Tabakerzeugnissen werden als wesentliche Schritte angesehen, um dem alarmierenden Trend entgegenzuwirken. „Da liegt was an“, könnte man sagen, wenn es darum geht, die Gesundheit unserer Jugend zu schützen. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen letztendlich ergriffen werden, um die öffentliche Gesundheit nachhaltig zu sichern.