Wechsel an der Spitze: Jüngere Feuerwehrchefs übernehmen das Kommando!
Feuerwehr Neunkirchen im Wandel: Übergaben an junge Führungen, neue Wahlen im Februar und aktuelle Herausforderungen.

Wechsel an der Spitze: Jüngere Feuerwehrchefs übernehmen das Kommando!
Die Alarmglocken läuten und der Wechsel in vielen Feuerwehrkommanden steht bevor. In der Region sind zahlreiche langjährige Feuerwehrchefs dabei, ihre Posten für jüngere Kräfte freizugeben. Das Bezirksfeuerwehrkommando, das im Februar neu gewählt wird, ist ein zentraler Punkt in dieser Übergangsphase. Der langjährige Bezirkskommandant Josef Huber hat angekündigt, eine weitere Amtszeit antreten zu wollen, plant jedoch einen vorzeitigen Rückzug während seiner Amtszeit.
Besonders im Rampenlicht steht Walter Leinweber, der ehemalige Feuerwehrchef von Ternitz-Flatz. Er hebt die Bedeutung einer gut vorbereiteten Übergabe hervor. Solch eine Übergabe ist auch bei Leopold Spreitzhofer, dem ehemaligen Kommandanten von Mollram, zu beobachten, der nach 20 Jahren das Kommando an seinen Sohn Christian Heiss übergibt. Spreitzhofer, 57 Jahre alt, sieht sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, die Führungsfunktion weiter auszuüben. Kein Einzelfall: Klaus Buchegger, Feuerwehrchef von Breitenaus, wird 52 und erwägt ebenfalls, sein Amt niederzulegen, sofern kein Nachfolger gefunden wird.
Junge Talente gesucht
In dieser Umbruchszeit wird Mario Lukas als möglicher, jüngerer Anwärter auf das Amt des Bezirksfeuerwehrkommandanten genannt. Damit stellt sich die Frage, wie es um den Nachwuchs in den Feuerwehren bestellt ist. Gerade die Jugendfeuerwehren spielen eine entscheidende Rolle und beginnen meist bereits ab einem Alters von 10 Jahren, weitergegeben wird das Wissen an die nächste Generation.
In der Regel müssen Feuerwehrkommandanten mindestens 18 Jahre alt sein, vier Jahre Dienst geleistet und die entsprechenden Lehrgänge besucht haben. Allerdings endet der aktive Feuerwehrdienst für viele bereits mit dem 60. Lebensjahr, unabhängig vom Rentenstatus – die Einsatzabteilung hat eine Altersgrenze von 67 Jahren. Die körperlichen und geistigen Voraussetzungen bleiben dabei entscheidend.
Feuerwehr als Ehrenamt
Doch warum sollten sich Menschen für das Ehrenamt in der Feuerwehr entscheiden? Die Antwort liegt auf der Hand: Die Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesellschaft, und die alten Hasen wissen, dass Gemeinschaftsgefühl und Zusammenhalt nicht nur Worte sind. Feuerwehrleute rücken bei Bränden, technischen Hilfeleistungen und Unwettern aus, und das meist neben ihren regulären Berufen. Ihre Arbeit wird von den Städten und Gemeinden finanziert, und die meisten Mitglieder erhalten keine Vergütung, was den ehrenamtlichen Charakter betont.
Die Freiwilligen Feuerwehren sind eine der größten Gruppen für ehrenamtliches Engagement in Deutschland. Ende 2022 zählte man knapp 23.297 Freiwillige Feuerwehren. In zwei Jahren könnten sie aufgrund der hervorragenden Jugendarbeit über noch mehr aktive Mitglieder verfügen. Regelmäßige Fortbildungen, ein starkes Team und die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, sind nur einige der vielen Vorteile, die ein Feuerwehrdienst mit sich bringt.
Der Schlüssel zum Erfolg der Feuerwehren liegt in der aktiven Einbindung der Jugend und der Unterstützung der älteren Generationen, die mitsamt ihrer Erfahrung oft den Unterschied machen. Mit der richtigen Strategie wird es den Feuerwehren gelingen, nicht nur ihre Teams zu verjüngen, sondern auch zukunftsfähig zu bleiben.
Für all jene, die sich für diese wichtige Aufgabe interessieren, sei gesagt: Es gibt viele Wege in die Feuerwehr. Mehr Informationen dazu finden sich in den umfangreichen Angeboten und Programmen der Feuerwehren sowie durch Kontakte zu den regionalen Kommandos. Ein Freiwilligen-Engagement kann nicht nur einen bedeutenden Beitrag für die Gemeinschaft leisten, sondern auch persönliche Erfahrungen und Bekanntschaften mit sich bringen.