Stellenabbau bei Valeo: Ebern trifft die nächste Alarmsirene!

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Valeo plant umfangreiche Stellenstreichungen in Franken, betroffen sind 600 Arbeitsplätze, darunter Ebern und Bad Neustadt.

Valeo plant umfangreiche Stellenstreichungen in Franken, betroffen sind 600 Arbeitsplätze, darunter Ebern und Bad Neustadt.
Valeo plant umfangreiche Stellenstreichungen in Franken, betroffen sind 600 Arbeitsplätze, darunter Ebern und Bad Neustadt.

Stellenabbau bei Valeo: Ebern trifft die nächste Alarmsirene!

In Ebern, wo man bislang stolz auf den Automobilzulieferer Valeo blickte, kündigt sich eine düstere Phase an. Das Unternehmen plant, insgesamt 134 Arbeitsplätze abzubauen, was umso schwerwiegender ist, da es sich um Eberns größtes Unternehmen handelt. Genauer gesagt, betrifft dieser Stellenabbau vor allem die Bereiche Forschung und Entwicklung, wo über 109 Stellen entfallen werden. Auch produktionsunterstützende Funktionen bleiben nicht verschont; hier sind 25 Stellen betroffen. Der Schock sitzt tief, besonders wenn man berücksichtigt, dass erst im vergangenen Jahr bereits 280 Mitarbeiter ihre Jobs bei Valeo verloren haben. Die umstehenden Reaktionen zeigen, dass die Auswirkungen des aktuellen Stellenabbaus als gravierender wahrgenommen werden. Diese Situation hat auch die IG Metall auf den Plan gerufen, die ihre Enttäuschung über die Entwicklungen und die Missstände am Standort äußerte.

Doch nicht nur in Ebern zeigen sich besorgniserregende Veränderungen. Auch anderen Standorten des Unternehmens in Franken droht das Aus. Laut infranken.de sollen mehr als 600 Arbeitsplätze gestrichen werden. In Bad Neustadt an der Saale wird sogar der Standort komplett geschlossen, wo derzeit 183 Mitarbeiter beschäftigt sind. Schon jetzt ist klar, dass die Umstrukturierungen in erster Linie durch die schwierige Branchenlage und den hohen internationalen Wettbewerb bedingt sind. Um den Herausforderungen besser begegnen zu können, soll die Forschungs- und Entwicklungsarbeit an weniger, aber größeren Standorten, insbesondere in Erlangen, gebündelt werden.

Details zu den betroffenen Standorten

Die folgenden Standorte sind besonders stark von den Einschnitten betroffen:

  • Ebern: Hier werden insgesamt 134 Arbeitsplätze abgebaut, von denen 37 nach Erlangen verlegt werden. Bereits 250 Stellen sind seit 2024 gestrichen worden.
  • Bad Neustadt: Die Schließung bringt den Verlust von 143 Arbeitsplätzen mit sich. 40 Stellen werden nach Erlangen verlegt.
  • Erlangen: Der Standort wird um 158 Stellen im Bereich Forschung und Entwicklung reduziert, obwohl gleichzeitig Arbeitsplätze aus anderen Standorten verlegt werden.
  • Bad Rodach: Bis Ende 2028 sollen 230 Stellen entfallen, was sich auf die Produktion und Forschung sowie unterstützende Funktionen verteilt.

Die IG Metall hat bereits Verhandlungen mit den Sozialpartnern angestoßen. Bislang gibt es jedoch noch keine konkreten Zahlen und Zeitrahmen für die Umsetzung dieser drastischen Maßnahmen. Die Unsicherheit und der Druck auf die betroffenen Mitarbeiter wachsen stündlich.

In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wie sich die Situation für die betroffenen Arbeitsplätze entwickeln wird und welche weiteren Veränderungen der Automobilzulieferer Valeo vornehmen muss. Für viele Mitarbeiter in der Region bedeutet dies eine enorme Herausforderung, die nicht nur berufliche, sondern auch persönliche Konsequenzen haben könnte. Der Stand der Dinge zeigt, dass die Firma sich nicht nur in einer Krise befindet, sondern auch auf ungewisse Zeiten zusteuert.